Canon EF EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS 18-135mm
Der 7,5-fach-Zoom von 18-135mm mit integriertem Bildstabilisator deckt einen flexiblen Brennweitenbereich von 29-216mm (äquivalent) ab und macht Objektivwechsel überflüssig. Mit nur 98g Gewicht und einer Super Spectra Vergütung ist es ein unauffälliger Allrounder, der trotz des günstigen Preises solide Reise- und Makro-Ergebnisse liefert. Dieses Objektiv ist am besten für APS-C-Fotografen geeignet, die ein einziges, leichtes Reisezoom für den Urlaub suchen.
Überblick
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Das Canon EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS ist ein ultraleichtes Reisezoom mit einem enormen Brennweitenspektrum und effektivem Stabilisator. Der Autofokus ist leider so laut, dass er Videos ruiniert, und die lichtschwache Blende ist typisch für diese Klasse. Für unter 300 $ als reines Foto-Objektiv ist es aber ein absoluter Preis-Leistungs-Hammer. Wer filmt, sollte zu einem STM-Modell greifen.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Extrem vielseitiger Brennweitenbereich (18-135mm) für fast jede Alltagssituation. 97th
- Federleichtes Gewicht von nur 98g, perfekt für Reisen und lange Touren. 96th
- Effektiver Bildstabilisator, der verwackelte Tele-Aufnahmen reduziert. 92nd
- Überraschend gute Nahdistanz für kreative Makro-ähnliche Aufnahmen. 83rd
- Sehr gute Verarbeitung und robuste Bauweise für ein Kit-Objektiv-Upgrade.
Nachteile
- Langsame, variable Blende (f/3.5-5.6) macht Innenaufnahmen ohne Blitz schwierig.
- Lauter Micro-Motor-Autofokus, der für Videoaufnahmen unbrauchbar ist.
- Kein Wetterschutz, also Vorsicht bei Staub und Nässe.
- Randschärfe fällt besonders am langen Ende etwas ab.
- Bokeh mit 6 Blendenlamellen bleibt hinter teureren Optiken zurück.
Was Besitzer sagen
Was Nutzer sagen
Die Fakten
Leistung
Optisch liefert das Objektiv eine solide Vorstellung ab, landet im 79. Perzentil. Die Schärfe ist in der Mitte des Bildes für diese Klasse absolut in Ordnung, zu den Rändern hin lässt sie aber etwas nach, besonders bei offener Blende. Die Super Spectra Vergütung leistet gute Arbeit gegen Streulicht und Reflexionen, was man in dieser Preisklasse nicht immer selbstverständlich ist. Ein asphärisches und ein ED-Element halten chromatische Aberrationen im Zaum, auch wenn man bei extremen Kontrasten noch leichte Farbsäume entdecken kann.
Der Makro-Score von 81/100 und das 90. Perzentil in dieser Disziplin sind eine nette Überraschung. Man kann zwar keine echten 1:1-Makros erwarten, aber für Nahaufnahmen von Blumen oder Details reicht es allemal. Die 6-blendige Blende produziert ein Bokeh, das im Mittelfeld liegt. Es ist nicht cremig-weich, aber auch nicht extrem unruhig. Für Freistellungseffekte muss man schon nah ans Motiv ran und den Hintergrund weit weg platzieren, dann geht was.
Technische Daten
Alle technischen Daten
Optics
| Type | Zoom |
| Focal Length Min | 18 |
| Focal Length Max | 135 |
| Elements | 16 |
| Groups | 12 |
| Aspherical Elements | 1 |
| ED Elements | 1 |
| Coating | Super Spectra Coating |
Aperture
| Max Aperture | f/5.6 |
| Min Aperture | f/3.5 |
| Constant | No |
| Diaphragm Blades | 6 |
Build
| Mount | Canon EF-S |
| Format | APS-C |
| Weight | 0.1 kg / 0.2 lbs |
| Filter Thread | 67 |
AF & Stabilization
| AF Type | Micro Motor |
| Stabilization | Yes |
Focus
| Min Focus Distance | 135 |
Im Vergleich
Die direkte Konkurrenz schläft nicht. Das Sigma 16-300mm f/3.5-6.3 DC OS ist ein Biest, das noch mehr Brennweite bietet und damit das Canon in der reinen Reichweite alt aussehen lässt. Dafür ist es aber auch schwerer und teurer. Das Tamron 18-300mm f/3.5-6.3 Di III-A VC VXD ist ein moderneres Design mit einem viel besseren, leiseren Autofokus, allerdings für spiegellose Systeme, was den Vergleich etwas hinkt.
Bleibt man im DSLR-Lager, ist das Nikon NIKKOR AF-S DX 16-85mm f/3.5-5.6G ED VR ein würdiger Gegner. Es hat nicht die Tele-Reichweite des Canon, punktet aber oft mit einer etwas besseren optischen Leistung im Weitwinkelbereich. Und dann ist da noch das Meike 50mm F1.8, eine Festbrennweite, die in einer völlig anderen Liga spielt, was Lichtstärke und Bokeh angeht, aber eben null Flexibilität bietet. Die Wahl hängt also stark davon ab, ob man lieber eine eierlegende Wollmilchsau oder einen Spezialisten will.
| Spec | Canon EF EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS 18-135mm | Nikon NIKKOR Z 17-28mm f/2.8 | Tamron Di III 28-75mm f/2.8 VXD G2 | Sigma Contemporary 10-18mm f/2.8 DC DN | Panasonic Leica DG Vario-Elmarit H-ES12060 | Sony G SELP28135G.SYX |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Focal Length | 18-135mm | 17-28mm | 28-75mm | 10-18mm | 12-60mm | 28-135mm |
| Max Aperture | f/5.6 | f/2.8 | f/2.8 | f/2.8 | f/2.8 | f/4 |
| Mount | Canon EF-S | Nikon Z | Sony E | Sony E | Micro Four Thirds | Sony E |
| Stabilization | true | false | false | false | true | true |
| Weather Sealed | false | true | true | true | true | true |
| Weight (g) | 98 | 450 | 540 | 260 | 320 | 420 |
| AF Type | Micro Motor | Stepping Motor | VXD | Autofocus | linear motor | SSM |
| Lens Type | zoom | zoom | zoom | zoom | zoom | zoom |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Produkt | AF | Bokeh | Build | Macro | Optical | Aperture | Versatility | Nutzerresonanz | Stabilization |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Canon EF EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS 18-135mm | 54.6 | 57 | 96.7 | 91.5 | 80.3 | 58.8 | 95.8 | 38.7 | 83.2 |
| Nikon NIKKOR Z 17-28mm f/2.8 Compare | 87 | 88.1 | 73.6 | 86.3 | 87 | 85.8 | 68.1 | 64.6 | 38 |
| Tamron Di III 28-75mm f/2.8 VXD G2 Compare | 54.6 | 88.1 | 67.2 | 87.3 | 87.8 | 85.8 | 78.2 | 83.1 | 38 |
| Sigma Contemporary 10-18mm f/2.8 DC DN Compare | 54.6 | 83.5 | 87.3 | 93.3 | 81.6 | 85.8 | 69.1 | 68.8 | 38 |
| Panasonic Leica DG Vario-Elmarit H-ES12060 Compare | 98 | 88.1 | 83.1 | 50.4 | 90.2 | 85.8 | 93.1 | 63.5 | 83.2 |
| Sony G SELP28135G.SYX Compare | 94.2 | 80.2 | 75.5 | 31.2 | 87 | 69.9 | 92.4 | 50.2 | 92.8 |
Preis
Preis-Leistungs-Verhältnis
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Knackpunkt, und hier wird es wild. Die Preisspanne über verschiedene Händler hinweg ist absurd, sie reicht von 238 $ bis zu irrwitzigen 10.990 $. Das ist kein Tippfehler. Für den unteren Preisbereich, besonders als refurbished oder White-Box-Ware, ist dieses Objektiv ein absoluter No-Brainer. Man bekommt eine enorme Flexibilität für das Geld einer Tankfüllung.
Für alles über 300 $ würde ich aber zweimal überlegen. In höheren Preisregionen betritt man das Territorium von lichtstärkeren Alternativen oder neueren STM-Objektiven von Canon, die den lautlosen Autofokus bieten, den dieses Modell schmerzlich vermissen lässt. Haltet also die Augen nach Angeboten offen, der Markt für gebrauchte EF-S-Objektive ist riesig und die Preise sind oft im Keller.
Mehr erfahren
Überblick
Das Canon EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS ist so etwas wie der Schweizer Taschenmesser unter den Objektiven für APS-C-DSLRs. Es deckt einen enormen Brennweitenbereich ab, von einem brauchbaren Weitwinkel bis zu einem soliden Tele, was es zum idealen Begleiter für alle macht, die nicht ständig Objektive wechseln wollen. In unserer Datenbank landet die Vielseitigkeit im 96. Perzentil, und das merkt man sofort. Ob Landschaft, Porträt oder ein bisschen Zoo am Wochenende, dieses Objektiv macht alles mit, ohne zu murren.
Für wen ist es also gedacht? In erster Linie für Reise- und Hobbyfotografen, die eine leichte, unkomplizierte Lösung suchen. Mit einem Gewicht von nur 98g ist es fast schon unverschämt leicht. Man spürt es kaum an der Kamera, was bei langen Tagen auf Tour ein echter Segen ist. Die integrierte Bildstabilisierung hilft zudem, die etwas lichtschwache Blende bei längeren Brennweiten auszugleichen.
Aber, und das ist ein wichtiges Aber, es ist kein Profi-Werkzeug. Die Blende von f/3.5-5.6 ist bei schlechtem Licht eine echte Herausforderung, und der Autofokus klingt, als würde ein kleiner Roboter verzweifelt nach einem Ausweg suchen. Wer Videos drehen will, sollte direkt weiterlesen. Für reine Fotografen, die ein Allround-Talent zum kleinen Preis suchen, ist es aber ein verdammt guter Deal.
Häufige Fragen
Q: Kann ich dieses Objektiv an einer Vollformat-Kamera wie der Canon 5D verwenden?
Nein, das ist ein EF-S-Objektiv und ausschließlich für Kameras mit APS-C-Sensor wie die Canon Rebel-Serie oder die 7D gebaut. Der Bajonettanschluss ist physisch anders und passt nicht an Vollformat-DSLRs. An einer Vollformat-Kamera im Crop-Modus würde es funktionieren, aber dann verschenkt man Auflösung und das ganze Sichtfeld.
Q: Ist der Bildstabilisator gut genug für Aufnahmen aus der Hand bei 135mm?
Ja, der IS leistet gute Arbeit und bringt etwa 3-4 Blendenstufen Gewinn. Das bedeutet, man kann bei 135mm noch mit Verschlusszeiten um 1/30s oder sogar 1/15s aus der Hand scharfe Bilder bekommen, vorausgesetzt das Motiv bewegt sich nicht. Für statische Motive in der Dämmerung ist das eine echte Hilfe.
Q: Wie schlägt sich das Objektiv im Vergleich zum neueren Canon 18-135mm STM?
Optisch sind sie sich sehr ähnlich, der große Unterschied liegt im Autofokus. Das STM-Modell fokussiert nahezu lautlos und ist damit die klare Wahl für Video. Das ältere IS-Modell hier hat einen lauten Micro-Motor. Wer nur fotografiert und das IS-Modell günstig bekommt, kann aber bedenkenlos zugreifen.
Für wen es nicht geeignet ist
Videografen und Hybrid-Shooter sollten einen großen Bogen um dieses Objektiv machen. Das laute Surren des Micro-Motor-Autofokus ist auf jeder Aufnahme zu hören und macht das interne Kameramikrofon unbrauchbar. Selbst mit einem externen Mikrofon ist das Geräusch oft noch störend nah. Greift stattdessen zum Canon EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS STM oder schaut euch moderne spiegellose Alternativen mit einem leisen Linearmotor an.
Auch wer oft bei schlechtem Licht ohne Stativ oder Blitz arbeitet, wird mit der Kombination aus langsamer Blende und lautem AF nicht glücklich. Eine lichtstarke Festbrennweite wie das Canon EF 50mm f/1.8 STM ist für solche Situationen die ungleich bessere und günstigere Ergänzung im Fotorucksack.
Fazit
Für den Reisefotografen, der mit einer Canon APS-C-DSLR unterwegs ist und keine Lust auf Objektivwechsel hat, ist das 18-135mm IS eine fantastische Wahl. Es ist klein, leicht und deckt 90% aller typischen Urlaubsmotive ab. Die Bildstabilisierung rettet einem bei Besichtigungen in dunklen Kirchen oder am Abend oft die Aufnahme, und die Bildqualität ist für Erinnerungsfotos und Social Media mehr als ausreichend.
Wer aber auch nur im Entferntesten mit dem Gedanken spielt, Videos zu drehen, sollte die Finger davon lassen. Das AF-Geräusch ist wirklich so störend, wie alle sagen. In diesem Fall ist der Griff zu einem neueren Canon STM-Modell oder der Umstieg auf ein spiegelloses System mit einem modernen Reisezoom die einzig sinnvolle Alternative. Für reine Stills-Fotografen mit kleinem Budget ist es aber ein klarer Kauftipp, vorausgesetzt, man findet es zu einem der günstigeren Preise.