Sony CineAlta PMW-F5
{ "review": "Der 8,9-MP-Super-35-CMOS-Sensor liefert 14 Blendenstufen Dynamikumfang und interne 10-Bit-4:4:4-Aufzeichnung für filmische Bilder. Mit einem optionalen Recorder sind 4K-RAW und 2K-RAW mit bis zu 240 fps möglich, was enorme Flexibilität in der Postproduktion bietet. Diese Kamera eignet sich am besten für Kameraleute im Kinobereich, die ein modulares System mit nativer FZ- und PL-Mount-Kompatibilität benötigen." }
Überblick
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Die Sony PMW-F5 ist eine digitale Cinema-Kamera, die auf dem Gebrauchtmarkt ein echter Geheimtipp für einen hochwertigen CineAlta-Look ist. Sie liefert eine hervorragende Bildqualität mit 14 Blendenstufen Dynamikumfang und internen 10-Bit 4:4:4 Codecs, verlangt einem aber teure SxS-Karten und einen externen Recorder für 4K RAW ab. Wer auf Autofokus und Stabilisierung verzichten kann, bekommt hier professionelle Bildqualität zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Hervorragende Bildqualität mit 14 Blendenstufen Dynamikumfang 87th
- Kompaktes, leichtes Gehäuse für eine Cinema-Kamera 77th
- Interne 10-Bit 4:4:4 Aufnahme mit hoher Datenrate
- PL-Mount-Adapter für eine riesige Objektivauswahl inklusive
- Kostenlose Firmware-Updates von Sony
Nachteile
- Keine interne 4K- oder RAW-Aufnahme ohne teuren Zusatzrekorder
- Zwingend erforderliche, teure SxS-Speicherkarten
- Schwacher, praktisch unbrauchbarer Autofokus
- Keine interne Bildstabilisierung
- Niedrig aufgelöster Sucher und Bildschirm
Was Besitzer sagen
Was Nutzer sagen
Wie sich die Meinung der Besitzer im Lauf der Zeit verändert hat
ExklusivBasierend darauf, wann Kunden ihre Bewertungen tatsächlich geschrieben haben - so sehen Sie, ob das anfängliche Lob anhielt.
Basierend auf 1 datierten Kundenbewertungen, gruppiert nach Kalenderquartal. Die Periodenanalyse ist in englischer Sprache.
Die Fakten
Leistung
In unserer Datenbank landet die PMW-F5 bei der reinen Videoqualität im 84. Perzentil, was sie zu einer starken Performerin macht, die immer noch eine beeindruckende Bildqualität abliefert. Die 14 Blendenstufen Dynamikumfang mit S-Log sind kein Marketing-Gag, das Bildmaterial ist unglaublich biegsam in der Postproduktion und hält auch neben moderneren Kameras gut stand. Interne 10-Bit 4:4:4 Aufnahmen mit bis zu 440 Mb/s sind ein echtes Highlight und liefern einen Detailgrad und eine Farbtiefe, die man in dieser Preisklasse auf dem Gebrauchtmarkt sonst kaum findet. Die hohen Bildraten von 180 fps in 1080p sind für packende Zeitlupen absolut brauchbar, auch wenn man dafür den externen Recorder braucht, um das volle Potenzial bei 2K RAW mit 240 fps auszuschöpfen.
Ein Schwachpunkt ist der Autofokus, der mit einem Perzentil von 31 einfach nicht auf der Höhe der Zeit ist. Man sollte die F5 als das behandeln, was sie ist: eine Kamera für manuelle Schärfeziehung. Dafür ist der Fokus-Assistent brauchbar. Die Bildstabilisierung liegt ebenfalls im 31. Perzentil, was bedeutet, dass man sie praktisch nicht hat. Ein stabiles Rig oder ein Stativ sind also Pflicht. Der EVF und das Display sind mit Perzentilen von 34 und 24 die größten Schwächen im Handling, sie sind funktional, aber klobig und niedrig aufgelöst. Wer moderne, hochauflösende Monitore gewohnt ist, wird hier schnell einen externen Monitor anschließen wollen.
Technische Daten
Alle technischen Daten
Sensor
| Type | CMOS |
| Size | super-35 |
| Megapixels | 8.9 MP |
Shooting
| Max Shutter | 1/6000 |
| Electronic Shutter | Yes |
Video
| Max Resolution | 4K |
| 4K FPS | 60 |
| 1080p FPS | 180 |
| 10-bit | Yes |
| Log Profile | Yes |
| RAW Video | Yes |
| Codec | XAVC 4:2:2, MPEG-2 4:2:2, MPEG-4 AVC 4:2:2 |
Build
| Weight | 2.2 kg / 4.9 lbs |
Connectivity
| Wi-Fi | Yes |
| Bluetooth | No |
| USB | Mini-USB, USB-A |
| HDMI | ✓ |
Im Vergleich
Im Vergleich zu modernen Hybridkameras wie der Canon EOS R6 Mark III oder der Fujifilm X-H2 wirkt die F5 wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, und das ist sie auch. Die Canon und Fuji bieten bessere Autofokus-Systeme, interne Stabilisierung und nehmen 4K intern auf SD-Karten auf, was den Workflow massiv vereinfacht. Aber sie liefern nicht den gleichen haptischen, robusten Cinema-Kamera-Charakter und die internen 10-Bit 4:4:4 Codecs der F5. Die Nikon Z9 ist ein Biest, das die F5 in fast jeder technischen Disziplin schlägt, aber auch ein Vielfaches kostet. Die Panasonic LUMIX GH7 ist kompakter und vielseitiger für Solo-Shooter, hat aber einen kleineren Sensor. Die F5 spielt ihre Stärken aus, wenn es um reinen, unverfälschten Cinema-Workflow mit einer echten PL-Mount-Öffnung und einem Bild geht, das einfach "fertig" aussieht. Sie ist weniger ein Allrounder und mehr ein Spezialist für kontrollierte Set-Umgebungen.
| Spec | Sony CineAlta PMW-F5 | Fujifilm X-H2S | Panasonic LUMIX GH7 | Nikon Z5 II | OM System OM-1 | Canon EOS R R3 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Type | cinema | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless |
| Sensor | 8.9MP super-35 | 26.2MP aps-c | 25.2MP micro-four-thirds | 24.5MP full-frame | 20.4MP micro-four-thirds | 24.1MP full-frame |
| AF Points | - | 425 | 315 | 273 | 1053 | 1053 |
| Burst FPS | - | 40 | 75 | 30 | 10 | 12 |
| Video | 4K @60fps | 6K @120fps | 6K @120fps | 4K @60fps | 4K @60fps | 6K @120fps |
| IBIS | false | true | true | true | true | true |
| Weather Sealed | false | true | true | true | true | true |
| Weight (g) | 2200 | 579 | 721 | 620 | 511 | 822 |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Produkt | AF | EVF | Build | Burst | Video | Sensor | Battery | Display | User Sentiment | Connectivity | Nutzerresonanz | Stabilization |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sony CineAlta PMW-F5 | 36.4 | 39.9 | 63.9 | 33.5 | 87.4 | 3.8 | 46.6 | 29.9 | 62.9 | 77.1 | 49.3 | 35.8 |
| Fujifilm X-H2S Compare | 90.8 | 96.7 | 94.6 | 93.4 | 97.8 | 96.7 | 98.5 | 98.9 | 62.9 | 95.1 | 93.8 | 95.5 |
| Panasonic LUMIX GH7 Compare | 88.5 | 90.5 | 97.1 | 95.2 | 97.5 | 61.4 | 91.8 | 86.9 | 91.9 | 95.1 | 78.1 | 97.1 |
| Nikon Z5 II Compare | 87.2 | 91.5 | 95.6 | 88.8 | 87.6 | 59.1 | 92.7 | 86.9 | 62.9 | 95.1 | 99.5 | 88.7 |
| OM System OM-1 Compare | 96 | 97.9 | 85.2 | 94.7 | 86.4 | 47.2 | 95.7 | 86.9 | 91.9 | 88.3 | 84.5 | 88.7 |
| Canon EOS R R3 Compare | 99.1 | 95.8 | 98 | 84.3 | 96.6 | 51.6 | 46.6 | 86.9 | 43 | 95.1 | 89.7 | 88.7 |
Preis
Preis-Leistungs-Verhältnis
Da die PMW-F5 nicht mehr neu produziert wird, ist der Preis auf dem Gebrauchtmarkt das entscheidende Thema. Die Preisspanne zwischen verschiedenen Händlern ist mit rund 1.575 Dollar Unterschied enorm. Ein genauer Blick lohnt sich also. Für ein gebrauchtes Set mit SxS-Karten und vielleicht sogar dem AXS-R5 Recorder kann man ein unglaubliches Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen, das in Sachen reiner Bildqualität viele neue Kameras unter 5.000 Dollar alt aussehen lässt. Ohne den Recorder ist sie eine exzellente 1080p/2K-Kamera mit einem fantastischen Codec. Der Haken sind die versteckten Kosten: SxS PRO+ Karten sind immer noch teuer, und wenn man 4K RAW will, muss man den Recorder erst einmal finden und bezahlen. Wer das Gesamtpaket im Auge behält, bekommt aber einen echten CineAlta-Look für einen Bruchteil des Neupreises.
B&H Photo 2 Angebote Ab 4.390 $
Price History
Mehr erfahren
Überblick
Die Sony PMW-F5 ist so etwas wie ein Arbeitstier aus einer anderen Ära, das sich immer noch erstaunlich gut hält. Sie war mal das Herzstück von Doku-Drehs und Indie-Filmsets und ist heute auf dem Gebrauchtmarkt eine ernstzunehmende Option, wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Der 8.9MP Super-35 CMOS-Sensor liefert ein Bild, das einfach stimmig ist, mit 14 Blendenstufen Dynamikumfang und dieser typischen CineAlta-Farbwissenschaft, die Hauttöne direkt aus der Kamera großartig aussehen lässt. Mit rund 2,2 kg ist sie für eine Cinema-Kamera dieser Klasse überraschend kompakt und leicht, was sie zu einem soliden Begleiter für lange Drehtage macht, an denen kein großes Rig möglich ist.
Intern nimmt die F5 in 2K und HD auf XAVC-L auf SxS PRO+ Karten auf, was für viele Broadcast- und Doku-Projekte völlig ausreicht. Für 4K oder 2K RAW mit bis zu 240 fps braucht man allerdings den optionalen AXS-R5 Recorder, was die Sache etwas hakelig und teurer macht. Ein großer Pluspunkt ist der native FZ-Mount mit beiliegendem PL-Adapter, der einem eine riesige Auswahl an hochwertigem Glas eröffnet, von modernen Cine-Objektiven bis zu Vintage-PL-Schätzen. Wer sich fragt, ob die Sony F5 gut für Einsteiger ist, sollte wissen: Die Bildqualität ist top, aber der Workflow erfordert etwas Einarbeitung.
Was die Konnektivität und den Workflow angeht, ist die F5 mit SDI-Ausgängen und Timecode-Schnittstellen gut auf professionelle Set-Umgebungen vorbereitet, auch wenn sie bei modernen Funkoptionen natürlich nicht mithalten kann. Die Bedienung ist angenehm direkt mit vielen Knöpfen und Schaltern, ganz ohne Touchscreen-Menü-Irrgarten. Ein Kritikpunkt, der immer wieder auftaucht, ist die Medienkompatibilität: Für Videoaufnahmen sind zwingend teure SxS-Karten nötig, SD-Karten dienen nur für Szenendateien. Das ist ein Kostenfaktor, den man beim Gebrauchtkauf unbedingt einkalkulieren muss.
Häufige Fragen
Q: Kann die Sony PMW-F5 intern 4K aufnehmen?
Nein, die Sony PMW-F5 kann intern nur in 2K und HD aufnehmen. Für 4K- oder 2K RAW-Aufnahmen ist der optionale externe Recorder AXS-R5 zwingend erforderlich.
Q: Welche Speicherkarten braucht die Sony F5?
Die Kamera benötigt zwingend SxS PRO+ Speicherkarten für alle Videoaufnahmen. Normale SD-Karten können nur zum Speichern von Szenendateien und Einstellungen verwendet werden.
Q: Ist die Sony PMW-F5 gut für Anfänger?
Für reine Anfänger ist sie weniger geeignet, da sie einen manuellen Workflow ohne brauchbaren Autofokus oder Stabilisierung voraussetzt. Für ambitionierte Einsteiger mit dem Willen, einen professionellen Cinema-Workflow zu lernen, kann sie aber eine großartige Lehrmeisterin sein.
Q: Sind Firmware-Updates für die Sony F5 kostenlos?
Ja, alle Firmware-Updates für die Sony PMW-F5 sind kostenlos. Ein Update für interne 4:4:4 Aufnahmen wurde jedoch nie veröffentlicht.
Für wen es nicht geeignet ist
Diese Kamera ist nichts für dich, wenn du eine schnelle, autarke Kamera für Run-and-Gun, Reisen oder Vlogs suchst. Der fehlende Autofokus und die nicht vorhandene Stabilisierung machen sie zur Qual für Solo-Shooter, die aus der Hand filmen. Auch wer auf einen einfachen, dateibasierten Workflow mit günstigen SD-Karten Wert legt, sollte einen großen Bogen machen. Greif stattdessen lieber zu einer modernen Hybridkamera wie der Panasonic LUMIX GH7 oder der Canon EOS R6 Mark III, die dir mit IBIS, PDAF und internen 4K-Aufnahmen auf SD-Karten das Leben deutlich leichter machen.
Fazit
Die Sony PMW-F5 ist heute eine klare Empfehlung für einen ganz bestimmten Käufertyp: Filmschaffende mit kleinem Budget, die bereit sind, für einen erstklassigen Cinema-Look etwas Bedienkomfort zu opfern. Wer eine Kamera sucht, um Musikvideos, Kurzfilme oder Doku-Projekte zu drehen und dabei Wert auf echte 10-Bit 4:4:4 Farbtiefe und einen wunderbaren Dynamikumfang legt, wird hier auf dem Gebrauchtmarkt fündig. Man muss sich nur im Klaren sein, dass man sich in ein kleines Ökosystem aus teuren SxS-Karten und optionalen Recordern einkauft.
Für alle, die eine unkomplizierte Run-and-Gun-Kamera mit gutem Autofokus und Stabilisierung suchen, ist die F5 der absolut falsche Griff. Sie belohnt eine überlegte Arbeitsweise, manuelle Objektive und die Bereitschaft, sich mit einem etwas älteren Workflow auseinanderzusetzen. Wenn das nach einem fairen Deal klingt, ist die F5 eine der besten Möglichkeiten, um an den begehrten CineAlta-Look zu kommen, ohne ein Vermögen auszugeben.