RED V-RAPTOR 8K S35 Black
Der 35,4-MP-Super-35-CMOS-Sensor liefert 8K-RAW-Video mit 16,5+ Blendenstufen Dynamikumfang und integriertem ProRes für flexible Postproduktion. Das kompakte, 1830 g leichte DSMC3-Gehäuse kombiniert einen aktiven RF-Mount mit einem praktischen 2,4-Zoll-Hilfsdisplay für die Kamerasteuerung. Diese Kamera eignet sich für Kameraleute, die hochauflösende Kinoproduktionen mit 8K120 oder 4K240 ohne externe Recorder realisieren müssen.
Überblick
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Die RED V-RAPTOR 8K S35 ist die aktuell leistungsfähigste Cinema-Kamera in unserer Datenbank und liefert 8K120 in REDCODE RAW. Mit 16.5+ Stops Dynamikumfang und einem kompakten DSMC3-Gehäuse ist sie ein Traum für Profi-Sets. Der Preis von 17.995 bis 24.807 Dollar und die fehlende Stabilisierung machen sie aber zu einer reinen Profi-Investition. Wer das Budget und das Team hat, bekommt eine der besten Kameras, die man derzeit kaufen kann.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Absolut führende Videoqualität mit 8K120 und 4K240 intern in REDCODE RAW 99th
- 16.5+ Stops Dynamikumfang liefern enorme Flexibilität im Color Grading 98th
- Kompaktes und relativ leichtes DSMC3 Gehäuse für eine Vollformat-Kinokamera 83rd
- Aktiver RF-Mount ermöglicht Autofokus mit ausgewählten Objektiven 75th
- Umfangreiches Starter Pack mit 2TB CFexpress Karte und rigid-hinge Monitor
Nachteile
- Kein eingebauter Bildstabilisator, zwingend Rig oder Stativ nötig
- Autofokus-Performance liegt weit hinter dem Niveau von Sony oder Canon Hybridkameras
- Das fest verbaute 2.4" Display ist für mehr als Menüeinstellungen kaum nutzbar
- Akkulaufzeit ist mit den kleinen REDVOLT MICRO-V Akkus ein Schwachpunkt
- Preislich mit bis zu 24.807 Dollar in einer Liga, die sich nur Profis leisten können
Die Fakten
Leistung
Die Zahlen sind schlichtweg beeindruckend. Die V-RAPTOR liefert 16.5+ Blendenstufen Dynamikumfang, was in der Praxis bedeutet, dass man selbst in kontrastreichen Szenen noch Details in den Schatten und Lichtern retten kann. Die 8K-Auflösung bei 120 fps im 17:9 S35-Format ist eine Datenrate, die selbst leistungsfähige Workstations ins Schwitzen bringt, aber genau das ist der Punkt. Man bekommt hier Material, das für die nächsten Jahre absolut zukunftssicher ist und selbst für IMAX-Produktionen genug Auflösung bietet. Die 4K mit 240 fps sind ein Traum für Zeitlupen, die nicht nach einem verwaschenen Kompromiss aussehen.
Im Vergleich zu den genannten Mitbewerbern wie der Sony a1 II oder der Nikon Z9 wird der Unterschied in der Philosophie schnell klar. Die Hybrid-Kameras von Sony und Nikon liefern zwar auch starke Video-Specs, aber sie komprimieren intern fast immer und sind durch Hitzelimits eingeschränkt. Die V-RAPTOR ist ein Arbeitstier, das mit aktiver Kühlung und den REDCODE RAW Codecs auf Dauerbetrieb ausgelegt ist. Der Burst-Mode mit 120 fps mechanisch ist für eine Cinema-Kamera ein netter Bonus, aber in der Praxis wird man hier fast ausschließlich im Video-Modus arbeiten. Die reine Sensorauflösung liegt mit 35.4 MP im soliden Mittelfeld, was für den Super-35 Crop aber völlig ausreichend und perfekt auf die 8K-Videoauflösung abgestimmt ist.
Technische Daten
Alle technischen Daten
Sensor
| Type | CMOS |
| Size | super-35 |
| Megapixels | 35.4 MP |
Autofocus
| Eye AF | No |
Shooting
| Burst (Mechanical) | 120 |
| Electronic Shutter | Yes |
Video
| Max Resolution | 8K |
| 4K FPS | 240 |
| 1080p FPS | 480 |
| Log Profile | No |
| RAW Video | Yes |
| Codec | REDCODE RAW, REDCODE HQ, REDCODE LQ, REDCODE MQ |
Display & EVF
| Screen Size | 2.4" |
| Touchscreen | No |
| Articulating | No |
Build
| Weight | 1.8 kg / 4.0 lbs |
Connectivity
| Wi-Fi | Yes |
| Bluetooth | No |
| USB | USB-C |
| HDMI | BNC (12G-SDI) |
Im Vergleich
Die offensichtlichsten Konkurrenten sind die Sony a1 II und die Nikon Z9. Beide sind Hybridkameras, die auch atemberaubende Fotos schießen können und einen viel besseren Autofokus sowie eingebaute Stabilisierung bieten. Für einen Hochzeitsfilmer, der zwischen Foto und Video wechselt, ist die Z9 die deutlich bessere Wahl. Sie kostet einen Bruchteil und liefert trotzdem 8K. Aber sie hat nicht den Dynamikumfang, die internen RAW-Codecs und die Hitzebeständigkeit der RED. Die Panasonic LUMIX S5 IIX ist mit ihrem Preis ein absolutes Kontrastprogramm und zeigt, wie viel Video-Performance man heute für unter 2.500 Dollar bekommt, aber sie spielt in einer völlig anderen Liga, was Auflösung und Robustheit angeht.
Die Fujifilm X-T5 und die Canon EOS R6 Mark II sind in dieser Runde eher Außenseiter. Sie sind fantastische Kameras für Fotografen mit sehr guten Videofunktionen, aber sie sind nicht als A-Kamera für einen Kinodreh konzipiert. Die RED spielt gegen Kameras wie die Sony VENICE oder die ARRI ALEXA 35. Und in diesem Vergleich punktet sie mit ihrer Kompaktheit und den hohen Bildraten. Der fehlende interne ND-Filter und der mäßige Autofokus sind aber Punkte, an denen ARRI und Sony mit ihren spezialisierten Cinema-Kameras die Nase vorn haben. Die V-RAPTOR ist die Wahl für alle, die maximale Auflösung und Flexibilität in einem möglichst kleinen Paket wollen und bereit sind, dafür auf Komfortfunktionen zu verzichten.
| Spec | RED V-RAPTOR 8K S35 | Fujifilm X-H2S | Sony a7R V | Panasonic LUMIX GH7 | OM System OM-1 | Nikon Z Z8 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Type | cinema | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless |
| Sensor | 35.4MP super-35 | 26.2MP aps-c | 61MP full-frame | 25.2MP micro-four-thirds | 20.4MP micro-four-thirds | 45.7MP full-frame |
| AF Points | - | 425 | 693 | 315 | 1053 | 493 |
| Burst FPS | 120 | 40 | 10 | 75 | 10 | 120 |
| Video | 8K @240fps | 6K @120fps | 8K @60fps | 6K @120fps | 4K @60fps | 8K @120fps |
| IBIS | false | true | true | true | true | true |
| Weather Sealed | false | true | true | true | true | true |
| Weight (g) | 1830 | 579 | 723 | 721 | 511 | 907 |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Produkt | AF | EVF | Build | Burst | Video | Sensor | Battery | Display | Connectivity | Stabilization |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| RED V-RAPTOR 8K S35 | 35.3 | 38.1 | 75.3 | 97.7 | 99.4 | 66.7 | 46 | 28 | 82.7 | 34.2 |
| Fujifilm X-H2S Compare | 89.4 | 96.1 | 93.5 | 92.6 | 97.4 | 96.9 | 98.3 | 98.8 | 94.3 | 94.7 |
| Sony a7R V Compare | 94.8 | 99.1 | 96.4 | 76.4 | 95 | 77.5 | 93.3 | 85.4 | 94.3 | 98.4 |
| Panasonic LUMIX GH7 Compare | 86.6 | 88.9 | 96.3 | 94.6 | 97.1 | 61.5 | 90.4 | 85.4 | 94.3 | 96.5 |
| OM System OM-1 Compare | 95.3 | 97.5 | 83.7 | 93.9 | 84.4 | 46.8 | 95 | 85.4 | 86.4 | 86.8 |
| Nikon Z Z8 Compare | 91.3 | 93.6 | 86.8 | 99.8 | 98.6 | 69.9 | 90.1 | 85.4 | 94.3 | 92.6 |
Preis
Preis-Leistungs-Verhältnis
Über den Preis zu sprechen ist bei einer Kamera dieser Klasse immer so eine Sache. Die Spanne zwischen 17.995 und 24.807 Dollar, die wir bei verschiedenen Händlern sehen, ist enorm. Fast 7.000 Dollar Unterschied für das gleiche Starter Pack sind kein Pappenstiel. Hier lohnt sich der genaue Vergleich der Bundles, denn das günstigste Angebot enthält bereits die wichtigsten Komponenten, um loszulegen. Wer den rigid-hinge Monitor und die 2TB Karte im Paket bekommt, spart im Vergleich zum Einzelkauf mehrerer Komponenten deutlich.
Verglichen mit einer voll ausgebauten Sony Venice oder ARRI ALEXA ist die V-RAPTOR fast schon ein Schnäppchen, auch wenn sich das bei fast 18.000 Dollar seltsam anhört. Die echte Kostenfalle sind aber die Peripherie. Man braucht mindestens einen externen Monitor, einen Follow Focus, eine ordentliche Matte Box und ein Rig, das den fehlenden Stabilisator ausgleicht. Dazu kommen die CFexpress Karten, die bei 8K RAW schnell voll sind. Wer das alles zusammenrechnet, landet realistisch eher bei 25.000 bis 30.000 Dollar für ein einsatzbereites Setup. Für eine Produktionsfirma, die damit Geld verdient, ist das eine kalkulierbare Investition. Für Privatleute ist es schlicht Wahnsinn.
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Überblick
Die RED V-RAPTOR 8K S35 ist eine echte Ansage im Cinema-Bereich. Sie packt einen 35.4 Megapixel Super-35 Sensor in ein Gehäuse, das für eine vollwertige Kinokamera überraschend kompakt und mit 1830 Gramm auch nicht übertrieben schwer ist. Das Starter Pack mit dem rigid-hinge Touch 7" Monitor und einer 2TB PRO CFexpress Karte macht sie direkt einsatzbereit, sobald man ein RF-Objektiv angesetzt hat. Wer im professionellen Filmbereich oder in der High-End-Werbung unterwegs ist und die volle Kontrolle über sein Bild haben will, findet hier eine der spannendsten Kameras auf dem Markt.
Was sofort auffällt: Die reine Video-Performance ist das absolute Beste, was wir aktuell in unserer Datenbank haben. 8K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde, 4K mit 240 fps und sogar 1080p mit 480 fps. Dazu kommen interne Aufnahmen in REDCODE RAW und ProRes. Das ist kein Hybrid-Spielzeug, das nebenbei auch filmt, sondern eine Kamera, die von Grund auf für genau diesen einen Job gebaut wurde. Der RF-Mount öffnet die Tür zu einer riesigen Objektivauswahl, von modernem Canon Glas bis zu adaptierten Vintage-Linsen.
Aber lasst uns ehrlich sein: Für Vlogger oder Leute, die einfach nur schöne Urlaubsclips drehen wollen, ist das Teil kompletter Overkill und in vielen Bereichen sogar eine schlechte Wahl. Kein eingebauter Bildstabilisator, ein winziges 2.4 Zoll Display für die Kamerasteuerung und ein Autofokus, der eher rudimentär ist. Das ist eine Kamera für Sets, für Rig-Aufbauten, für Situationen, in denen ein ganzes Team dafür sorgt, dass jedes Gramm und jedes Pixel perfekt sitzt.
Häufige Fragen
Q: Wie hoch ist der Dynamikumfang der V-RAPTOR 8K S35 wirklich?
RED gibt den Dynamikumfang offiziell mit 16.5+ Blendenstufen an. In unseren Tests und nach dem, was aus der Industrie zu hören ist, sind diese Werte realistisch und liegen in der Praxis über den 15 Stopps, die viele Hybridkameras erreichen. Einen HDRX-Modus wie bei den alten DSMC2-Modellen, der 20+ Stopps ermöglichte, gibt es aktuell nicht, aber die native Performance ist bereits hervorragend.
Q: Unterstützt die Kamera drahtloses Timecode und Genlock?
Nein, nach allen aktuellen Informationen benötigt die V-RAPTOR eine kabelgebundene Verbindung für Genlock und Timecode. Systeme wie Tentacle Sync oder Atomos Ultrasync können über den Timecode-Eingang angeschlossen werden, aber eine direkte drahtlose Synchronisation ist nicht integriert. Für die meisten professionellen Sets ist das kein Problem, da hier ohnehin meist mit Kabeln gearbeitet wird, aber es ist ein kleiner Nachteil gegenüber manchen Konkurrenten.
Q: Gibt es eine S35-Version mit erweiterten Highlights?
Ja, genau das ist die V-RAPTOR 8K S35. Der Super-35 Sensor bietet 16.5+ Blendenstufen Dynamikumfang, was speziell in den Lichtern eine enorme Zeichnung ermöglicht. Im Vergleich zu den VistaVision oder Vollformat-Schwestern der V-RAPTOR-Reihe ist der S35-Sensor bewusst auf eine kinotypischere Bildanmutung und Kompatibilität mit der riesigen Auswahl an S35-Objektiven ausgelegt.
Q: Kann ich meine vorhandenen Canon RF-Objektive mit Autofokus nutzen?
Ja, die Kamera verfügt über einen aktiven RF-Mount, der Autofokus mit ausgewählten Canon RF-Objektiven unterstützt. Allerdings sollte man keine Wunder erwarten. Der Autofokus ist für eine Cinema-Kamera brauchbar, aber er erreicht nicht die Geschwindigkeit und Treffsicherheit einer Canon EOS R6 Mark II oder Sony a1 II. Für narrative Dreharbeiten mit manuellem Fokus ist das völlig ausreichend, für schnelle Action oder Dauer-AF im Run-and-Gun-Stil ist es eher ein Notnagel.
Für wen es nicht geeignet ist
Solo-Filmer, Vlogger oder Content Creator, die ohne großes Rig und Assistenten arbeiten, sollten einen großen Bogen um die V-RAPTOR machen. Der fehlende Bildstabilisator und das kleine interne Display machen das Filmen aus der Hand zu einer wackligen und frustrierenden Angelegenheit. Dazu kommt der schwache Autofokus, der für verfolgende Schärfe bei sich bewegenden Motiven einfach nicht zuverlässig genug ist. Wer in diesem Bereich unterwegs ist, ist mit einer Sony FX3, einer Canon EOS R5 C oder sogar der Panasonic LUMIX S5 IIX viel besser bedient. Diese Kameras bieten exzellenten Stabi, einen treffsicheren Autofokus und liefern trotzdem professionelle Videoqualität, ohne dass man ein komplettes Rig mit externem Monitor und Follow Focus aufbauen muss.
Auch Fotografen, die nur gelegentlich filmen, sollten die Finger davon lassen. Die V-RAPTOR ist eine reine Video-Kamera mit einem rudimentären Foto-Modus. Die 35.4 Megapixel mögen nach viel klingen, aber die Bedienung, die Serienbildgeschwindigkeit und der gesamte Workflow sind nicht für Fotografie optimiert. Eine Nikon Z9 oder Sony a1 II kostet weniger als die Hälfte, schießt bessere Fotos und filmt trotzdem in 8K. Die RED ist ein Spezialist, und wer nicht zu 90 Prozent im Videobereich arbeitet, bezahlt eine Menge Geld für Funktionen, die man nie nutzt.
Fazit
Wenn du eine Produktion leitest, die 8K RAW als Master-Format verlangt, oder regelmäßig High-End-Werbespots und Musikvideos drehst, führt kaum ein Weg an der V-RAPTOR vorbei. Sie ist eine der wenigen Kameras, die diese Datenraten und Bildraten in einem Gehäuse liefert, das man auch mal auf einem Gimbal fliegen lassen kann. Die Bildqualität ist schlicht referenzwürdig und der Workflow mit REDCODE RAW ist in der Industrie etabliert und bewährt. Das Starter Pack ist ein fairer Einstieg, der die gröbsten Zusatzkosten abdeckt.
Für alle anderen, selbst für die meisten semiprofessionellen Anwender, ist diese Kamera mit Vorsicht zu genießen. Ein Solo-Shooter, der ohne AC unterwegs ist, wird mit dem fehlenden Stabilisator und dem schwachen Autofokus schnell an Grenzen stoßen. Dazu kommt der enorme Speicherbedarf und die notwendige Rechenleistung in der Postproduktion. Wer nicht zwingend 8K RAW braucht, bekommt mit einer Sony FX6 oder einer Canon C300 Mark III ein deutlich rundum-sorglos-Paket für weniger Geld. Die V-RAPTOR ist ein Spezialwerkzeug, und wie jedes Spezialwerkzeug ist sie nur dann die richtige Wahl, wenn die Aufgabe exakt zu ihren Stärken passt.