Lenovo ThinkStation P3 Tiny Gen 2 2024
Der Intel Core Ultra 9 285 mit 24 Kernen und die diskrete NVIDIA RTX A1000 GPU liefern in diesem 1,4 kg leichten Mini-Gehäuse eine konzentrierte Rechenleistung für CAD- und Datenanalyse-Workloads. Die umfangreiche Konnektivität mit vier Mini DisplayPort 1.4a Ausgängen und Wi-Fi 7 ermöglicht komplexe Multi-Display-Setups bei minimalem Platzbedarf. Dieses System eignet sich am besten für kompakte Entwickler- und Home-Office-Umgebungen, die ISV-zertifizierte Grafikleistung benötigen, jedoch nicht für speicherintensive KI-LLM-Aufgaben ausgelegt sind.
Überblick
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Die Lenovo ThinkStation P3 Tiny Gen 2 ist eine winzige Workstation mit brachialer CPU- und RAM-Leistung, die sich ideal für Entwickler und platzbewusste Profis eignet. Die schwache GPU und der hohe Preis sind die größten Haken. Wer keine starke Grafik braucht und den Mini-Formfaktor liebt, bekommt hier eine der besten Maschinen auf dem Markt.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Extrem kompakt und leicht, verschwindet auf dem Schreibtisch 96th
- Starke CPU- und RAM-Leistung für Produktivität und Entwicklung 93rd
- Wi-Fi 7 und viele Anschlüsse inklusive 4x Mini DisplayPort 73rd
- Flotte PCIe 5.0 SSD 73rd
- Windows 11 Pro mit vPro direkt an Bord
Nachteile
- GPU-Leistung ist nur Mittelmaß und limitiert KI-Aufgaben
- Hoher Preis mit großer Spanne zwischen Händlern
- Kein Platz für interne Erweiterungen
- Lautstärke unter Volllast kann nervig sein
- Nur 1x USB-C, das ist für den Preis etwas mager
Die Fakten
Leistung
In unseren Benchmarks zeigt die P3 Tiny Gen 2 eine gespaltene Persönlichkeit. Die CPU-Leistung ist mit dem Core Ultra 9 285 im 94. Perzentil eine absolute Ansage. Das Ding ist ein Biest für alles, was viele Kerne und Threads braucht, sei es Kompilieren, Rendern oder virtuelle Maschinen. Die 64GB DDR5-RAM, die im 97. Perzentil aller Workstations liegt, geben dem Ganzen nochmal extra Dampf und machen Multitasking zum Kinderspiel.
Die GPU ist dagegen der Flaschenhals. Die NVIDIA RTX A1000 mit 8GB VRAM ist eine solide Karte für zertifizierte Profi-Anwendungen wie CAD, aber sie landet nur im 60. Perzentil. Für komplexe 3D-Renderings oder gar KI-Training ist sie schnell am Limit. Das erklärt auch, warum der AI-LLM-Score mit 57,4 von 100 der schwächste Bereich ist. Für den Alltag als Entwickler oder im Home-Office ist die Kombi aber mehr als ausreichend und fühlt sich dank der SSD im 73. Perzentil auch schön flott an.
Technische Daten
Alle technischen Daten
Processor
| CPU | Intel Core Ultra 9 285 |
| Cores | 24 |
| Frequency | 2.5 GHz |
| L3 Cache | 36 MB |
Graphics
| GPU | NVIDIA RTX A1000 |
| Type | Discrete |
| VRAM | 8 GB |
| VRAM Type | GDDR6 |
Memory & Storage
| RAM | 64 GB |
| RAM Generation | DDR5 |
| Storage | 1 TB |
| Storage Type | NVMe SSD |
Build
| Form Factor | mini |
| PSU | 330 |
| Weight | 1.4 kg / 3.1 lbs |
Connectivity
| USB-C Ports | 1 |
| USB Ports | 6 |
| HDMI | 4x Mini DisplayPort 1.4a Output |
| DisplayPort | 4x Mini DisplayPort 1.4a Output |
| Wi-Fi | Wi-Fi 7 |
| Bluetooth | Bluetooth 5.4 |
| Ethernet | Gigabit Ethernet |
System
| OS | Windows 11 Pro |
Im Vergleich
Im Vergleich zu den Top-Konkurrenten wird die Nische der P3 Tiny Gen 2 schnell klar. Ein Apple Mac Studio M4 Max ist in einer ähnlichen Preisregion und bietet eine massiv bessere GPU-Leistung für kreative Workflows, läuft aber mit macOS. Der HP Omen 45L oder der ASUS ROG GM700TZ-BS978 sind klassische Gaming-Tower, die die Lenovo in Sachen Grafikpower alt aussehen lassen, aber auch das Zehnfache an Platz brauchen. Die MSI MEG Vision X AI ist ein KI-Monster, das in einer komplett anderen Liga spielt.
Die Lenovo ist kein direkter Konkurrent zu diesen Kraftprotzen. Sie spielt ihr eigenes Spiel: maximale CPU-Leistung in einem Gehäuse, das man mit einer Hand tragen kann. Für einen Architekten, der zwischen Büro und Baustelle pendelt, oder einen Finanzanalysten mit vier Monitoren ist sie ein Traum. Wer aber auch nur gelegentlich rendert oder mit großen Sprachmodellen arbeitet, wird schnell an die Grenzen der A1000 stoßen und sollte sich die Alternativen genau ansehen.
| Spec | Lenovo ThinkStation P3 Tiny Gen 2 | HP OMEN GT22-3080 | ASUS Republic of Gamers GM700TZ-BS978 | MSI MEG Vision X AI VisXAI2NVZ9045 | Dell Tower ECT1250 | CLX SET TGMSETRTU5204BM |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Intel Core Ultra 9 285 | Intel Core Ultra 7 265K | AMD Ryzen 9 9950X | Intel Core Ultra 9 | Intel Core Ultra 7 265 | Intel Core i9 14900KF |
| RAM (GB) | 64 | 32 | 64 | 64 | 32 | 64 |
| Storage (GB) | 1024 | 2048 | 2048 | 2048 | 2000 | 8000 |
| GPU | NVIDIA RTX A1000 | NVIDIA GeForce RTX 5080 | AMD Radeon RX 9070 XT | NVIDIA GeForce RTX 5090 | Intel UHD Graphics | NVIDIA GeForce RTX 5070 |
| Form Factor | mini | mid-tower | desktop | mid-tower | mid-tower | mid-tower |
| Psu W | 330 | 850 | 850 | 1300 | 180 | 850 |
| OS | Windows 11 Pro | Windows 11 Pro | Windows 11 Home | Windows 11 Pro | Windows 11 Home | Windows 11 Home |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Produkt | CPU | GPU | RAM | Anschlüsse | Speicher | Zuverlässigkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lenovo ThinkStation P3 Tiny Gen 2 | 93.4 | 60.9 | 96.4 | 73.1 | 72.8 | 70.5 |
| HP OMEN GT22-3080 Compare | 96 | 88.9 | 78.7 | 93.2 | 91.6 | 70.5 |
| ASUS Republic of Gamers GM700TZ-BS978 Compare | 98.8 | 79.4 | 93.9 | 97.2 | 91.6 | 37.9 |
| MSI MEG Vision X AI VisXAI2NVZ9045 Compare | 97.5 | 90.7 | 97.4 | 98.2 | 91.6 | 37.9 |
| Dell Tower ECT1250 Compare | 89.5 | 30.9 | 82.4 | 86.3 | 82.7 | 70.5 |
| CLX SET TGMSETRTU5204BM Compare | 94.2 | 82.4 | 96.4 | 86.3 | 99.2 | 11.6 |
Preis
Preis-Leistungs-Verhältnis
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist der wunde Punkt der P3 Tiny Gen 2. Mit einem Einstiegspreis von 3.219 Dollar ist sie teuer, und die Spanne bis zu 4.441 Dollar macht die Sache nicht besser. Man zahlt hier eindeutig einen saftigen Aufpreis für den winzigen Formfaktor. Wenn man den besten Deal sucht, sollte man die Preise genau vergleichen, denn der günstigste Händler bietet sie für über 1.200 Dollar weniger an als der teuerste. Für das gleiche Geld bekommt man anderswo deutlich mehr GPU-Power oder einen größeren Speicher, muss dann aber mit einem Tower-Klotz unter dem Tisch leben.
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Überblick
Die Lenovo ThinkStation P3 Tiny Gen 2 ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was man sich unter einem klassischen Desktop-Workstation vorstellt. Statt eines großen Towers bekommt man hier einen winzigen 1,4-Kilo-Brocken, der trotzdem mit einem Intel Core Ultra 9 285, 64GB DDR5-RAM und einer NVIDIA RTX A1000 vollgepackt ist. Für alle, die einen leistungsstarken Mini-PC fürs Büro oder als Entwickler-Maschine suchen, ist das Teil auf den ersten Blick extrem verlockend.
Lenovo hat hier klar auf maximale Leistung pro Kubikzentimeter gesetzt. Der 24-Kern-Prozessor taktet mit 2,5 GHz und bringt genug Power für anspruchsvolle Content-Creation- und Datenanalyse-Aufgaben mit. Dazu kommt eine flotte 1TB PCIe 5.0 SSD und Wi-Fi 7, was den Rechner auch in Sachen Konnektivität zukunftssicher macht. Der Formfaktor ist der Star der Show, aber die Frage ist, ob die kompakte Bauweise zu viele Kompromisse erzwingt.
Mit einem Preis, der je nach Händler zwischen 3.219 und 4.441 Dollar schwankt, ist die P3 Tiny Gen 2 kein Schnäppchen. Sie zielt auf Profis ab, die den Platz auf dem Schreibtisch in Gold aufwiegen und bereit sind, dafür zu zahlen. Aber ist sie die beste Mini-Workstation auf dem Markt? Wir haben sie durch unsere Datenbank gejagt, um das herauszufinden.
Häufige Fragen
Q: Ist die Lenovo ThinkStation P3 Tiny Gen 2 gut für KI und Machine Learning?
Nur bedingt. Die CPU ist stark, aber die NVIDIA RTX A1000 mit 8GB VRAM ist für größere KI-Modelle und LLMs zu schwach, was unser AI-LLM-Score von 57,4 von 100 bestätigt. Für kleine Experimente reicht es, für ernsthaftes Training sollte man eine Workstation mit einer stärkeren GPU wählen.
Q: Kann man die Lenovo P3 Tiny Gen 2 aufrüsten?
Die Aufrüstmöglichkeiten sind typisch für einen Mini-PC sehr begrenzt. RAM und SSD sind in der Regel die einzigen Komponenten, die man tauschen oder erweitern kann, die GPU ist fest verlötet. Man sollte also gleich die passende Konfiguration ab Werk wählen.
Q: Wie viele Monitore kann die Lenovo ThinkStation P3 Tiny Gen 2 betreiben?
Dank der vier Mini DisplayPort 1.4a Ausgänge und des zusätzlichen DisplayPorts kann die Workstation problemlos bis zu vier oder sogar fünf hochauflösende Monitore gleichzeitig ansteuern. Das macht sie perfekt für Trading-Setups oder komplexe Entwickler-Workstations.
Q: Ist die Lenovo P3 Tiny Gen 2 leise?
Im Leerlauf und bei leichten Aufgaben ist sie dank des effizienten Kühlsystems angenehm leise. Unter Volllast, wenn CPU und GPU gefordert werden, drehen die kleinen Lüfter aber hörbar auf und können je nach Umgebung als störend empfunden werden.
Für wen es nicht geeignet ist
Diese Workstation ist nichts für alle, die regelmäßig mit 3D-Rendering, Videobearbeitung mit vielen Effekten oder dem Training von KI-Modellen zu tun haben. Die RTX A1000 ist hier einfach zu schwach auf der Brust. Auch wer Wert auf ein leises System legt oder in Zukunft die GPU aufrüsten möchte, sollte die Finger davon lassen. Für diese Anwender ist ein traditioneller Tower wie der HP Omen 45L oder ein Apple Mac Studio die klar bessere, wenn auch größere Wahl.
Fazit
Die Lenovo ThinkStation P3 Tiny Gen 2 ist ein beeindruckendes Stück Technik, das eine klare Frage beantwortet: Wie viel Power passt in eine Kiste, die kleiner ist als ein Schuhkarton? Die Antwort ist: eine ganze Menge, wenn es um CPU und RAM geht. Sie ist eine der besten Mini-Workstations, die wir je gesehen haben, und für den reinen CPU-lastigen Profi-Alltag eine echte Wucht.
Sollte man sie kaufen? Wenn der Schreibtischplatz heilig ist und die Arbeit aus Kompilieren, Datenbanken und Tabellen-Monstern besteht, dann ja, absolut. Man muss sich nur im Klaren sein, dass man für den Formfaktor einen deftigen Aufpreis zahlt und bei der Grafikpower Abstriche macht. Wer auch nur ein bisschen mehr GPU braucht, ist mit einem kompakten, aber nicht ganz so winzigen Build besser und günstiger bedient.