Leica SL SL2-S Black 2021

★★★★☆ 3.7 (26)

Der 24-Megapixel-CMOS-BSI-Vollformatsensor und die 25 fps elektronische Verschlussgeschwindigkeit mit 4 GB internem Pufferspeicher ermöglichen Serienaufnahmen in DNG-RAW ohne Aussetzer. Die native ISO-Empfindlichkeit von bis zu 100.000 liefert selbst bei extrem wenig Licht noch nutzbare Bilder. Diese Kamera eignet sich am besten für Sport- und Wildlife-Fotografen, die hohe Serienbildraten und robuste RAW-Leistung benötigen.

Type mirrorless
Sensor 24MP full-frame
Burst 9 fps
Video 4K
IBIS Ja
Weather Sealed Ja
Weight 180 g
Leica SL SL2-S Black 2021 camera
43 Gesamtbewertung
Auch erhältlich in:

Überblick

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Die Leica SL2-S liefert einen einzigartigen Look und ist eine Traumplattform für alte M-Objektive, aber die Technik hinkt der Konkurrenz hinterher. Kein IBIS, ein mäßiger Autofokus und ein starrer Bildschirm sind für über 5.600 Dollar schwer zu schlucken. Für Puristen und Leica-Fans ist sie ein Herzenskauf, für alle anderen gibt es bessere Allrounder. Die Canon R6 Mark III oder Sony a1 II bieten mehr Leistung fürs Geld.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Legendäre Leica-Farbwiedergabe direkt aus der Kamera 88th
  • Hervorragende Kompatibilität mit alten M-Objektiven 82nd
  • Interne RAW-Videoaufzeichnung (DNG) 78th
  • Robustes, wetterfestes Gehäuse (trotz unserer Datenbank-Einstufung)
  • 25 fps elektronischer Verschluss mit DNG-Unterstützung

Nachteile

  • Kein eingebauter Bildstabilisator (IBIS)
  • Autofokus hinkt der Konkurrenz deutlich hinterher
  • Starres Display ohne Klapp- oder Schwenkfunktion
  • Sehr hoher Preis von über 5.600 Dollar
  • Akkulaufzeit nur Mittelmaß (45. Perzentil)

Was Besitzer sagen

Was Nutzer sagen

3.7/5 (26 reviews)
👍 Besitzer schwärmen von der perfekten Farbwiedergabe und der außergewöhnlichen Leistung mit älteren M-Objektiven, die an dieser Kamera besser funktionieren als an jeder anderen digitalen Leica.
👎 Ein wiederkehrendes Problem scheinen Ausfälle direkt nach dem Auspacken zu sein, bei denen die Kamera trotz geladenem Akku und aktueller Firmware nicht startet und eingeschickt werden muss.
🤔 Viele Nutzer lieben die Bildqualität und Haptik, sind aber geteilter Meinung über den hohen Preis und die im Vergleich zur Konkurrenz spürbar langsamere und weniger treffsichere Autofokus-Performance.

Die Fakten

Leistung

Die Serienbildrate von 9 fps mechanisch und 25 fps elektronisch klingt auf dem Papier ordentlich und liegt im 76. Perzentil. In der Praxis ist das für die meisten Situationen schnell genug, aber der Autofokus kann da nicht mithalten. Der AF rangiert nur im 31. Perzentil, und das merkt man. Bei schnellen Bewegungen verliert das System öfter den Faden, als einem lieb ist. Für Wildlife oder Sport ist das ein klares No-Go, auch wenn die reine Geschwindigkeit des Verschlusses etwas anderes suggeriert.

Der Sensor selbst ist eine Wundertüte. Mit nur 24 Megapixeln und einer Platzierung im 41. Perzentil ist er weit entfernt von den hochauflösenden Monstern in der Sony a1 II oder Fujifilm X-H2. Aber die Pixelgröße und der Verzicht auf einen Tiefpassfilter sorgen für eine Schärfe und ein Rauschverhalten, das sich sehen lassen kann. Bis ISO 100.000 ist das Rauschen gut kontrolliert, und die Farbtreue bleibt selbst bei schlechtem Licht beeindruckend. Es ist nicht der beste Sensor auf dem Markt, aber einer mit Charakter.

Leistungsperzentile

AF 36.4
EVF 39.9
Build 87.5
Burst 81.7
Video 49
Sensor 50.3
Battery 46.6
Display 29.9
Connectivity 46
Nutzerresonanz 31.8
Stabilization 78.1

Technische Daten

Alle technischen Daten

Sensor

Type CMOS-BSI
Size full-frame
Megapixels 24 MP
ISO Range 100

Shooting

Burst (Mechanical) 9
Burst (Electronic) 25
Electronic Shutter Yes

Video

Max Resolution 4K
10-bit Yes
RAW Video Yes
Codec H.265

Build

Weather Sealed Yes
Weight 0.2 kg / 0.4 lbs

Connectivity

Hot Shoe Yes

Im Vergleich

Im direkten Vergleich mit der Canon EOS R6 Mark III wird der Unterschied in der Philosophie deutlich. Die Canon kostet weniger als die Hälfte, hat einen fantastischen Autofokus, einen eingebauten Stabi und ein voll bewegliches Display. Sie ist die deutlich bessere Allround-Kamera. Die Leica kontert mit dem einzigartigen Look, der besseren Haptik und der Möglichkeit, M-Glas nativ zu nutzen. Es ist ein Kampf zwischen Technik und Tradition.

Die Sony a1 II und Nikon Z9 sind die wahren Technik-Monster in diesem Vergleich. Beide bieten eine Auflösung und Geschwindigkeit, die die SL2-S alt aussehen lassen. Die Sony ist mit ihrem Stacked-Sensor und 30 fps eine reine Sportmaschine, die Nikon das perfekte Werkzeug für Hybrid-Shooter. Die Leica ist hier der Underdog mit Stil. Sie kann in Sachen reiner Bildästhetik mithalten, verliert aber in jeder anderen Disziplin. Die Fujifilm X-H2 mit ihrem 40-Megapixel-APS-C-Sensor ist ebenfalls ein starker Konkurrent, der zeigt, wie viel Technik man für weniger Geld bekommen kann.

Spec Leica SL SL2-S Fujifilm X-T50 Insta360 Luna Ultra Insta 360 Blackmagic Design PYXIS Sony Alpha 7C II Panasonic LUMIX S9 DC-S9NGA9
Type mirrorless mirrorless compact cinema mirrorless mirrorless
Sensor 24MP full-frame 40.2MP aps-c 50MP 1-inch 24.6MP full-frame 61MP full-frame 24.2MP full-frame
AF Points - 117 - - - -
Burst FPS 9 30 30 - - -
Video 4K 6K @60fps 8K @120fps 6K @60fps - 6K
IBIS true true false false true true
Weather Sealed true true false false false false
Weight (g) 180 871 232 1497 - 1102
Compare Compare Compare Compare Compare
Produkt AFEVFBuildBurstVideoSensorDisplayConnectivityNutzerresonanzStabilization
Leica SL SL2-S 36.439.987.581.74950.329.94631.878.1
Fujifilm X-T50 Compare 83.281.587.586.693.399.186.995.173.995.5
Insta360 Luna Ultra Insta 360 Compare 80.539.96.586.674.473.986.973.966.235.7
Blackmagic Design PYXIS Compare 36.439.963.833.488.360.229.965.54.835.7
Sony Alpha 7C II Compare 69.439.935.833.423.277.929.921.221.395.5
Panasonic LUMIX S9 DC-S9NGA9 Compare 36.439.963.833.423.254.829.957.133.578.1

Preis

Preis-Leistungs-Verhältnis

Über den Preis der Leica SL2-S zu sprechen, ist immer so eine Sache. Mit 5.640 Dollar liegt sie in einer Liga, in der man auch eine Sony a1 II oder eine Nikon Z9 bekommt. Beide Kameras sind der Leica in puncto Autofokus, Stabilisierung und Geschwindigkeit technisch meilenweit überlegen. Die a1 II bietet 50 Megapixel und 30 fps, die Z9 45 Megapixel und 8K-Video. Die SL2-S hat dagegen 'nur' 24 Megapixel und kein IBIS.

Der Wert der Leica bemisst sich also nicht in technischen Daten, sondern im Erlebnis und im Look. Wer den Leica-Look will und das nötige Kleingeld hat, für den gibt es kaum Alternativen. Für alle anderen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis objektiv betrachtet schwach. Man zahlt hier einen massiven Aufpreis für den roten Punkt und die Farbwissenschaft, nicht für technische Innovation.

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Überblick

Die Leica SL2-S ist so ein typischer Fall von 'Herz sagt ja, Kopf sagt nein'. Sie packt einen 24MP Vollformat-Sensor in ein Gehäuse, das sich anfühlt wie aus einem Block gefräst, und liefert Bilder mit dieser fast schon mythischen Leica-Farbwiedergabe. Aber die Spec-Liste liest sich, als wäre sie aus der Zeit gefallen: kein eingebauter Bildstabilisator, ein mäßiger Autofokus und ein Display, das starr ist. Für über 5.600 Dollar ist das eine harte Pille.

Für wen ist diese Kamera also? Ganz klar für Leica-Fans, die bereits M-Objektive im Schrank liegen haben und den Look lieben. Die SL2-S ist eine der besten digitalen Rückwände für altes Glas, die man kaufen kann. Auch Videografen, die Wert auf interne RAW-Aufzeichnung legen, finden hier etwas Einzigartiges. Aber für Sport- oder Action-Fotografen ist sie mit ihren 9 Bildern pro Sekunde mechanisch und dem trägen AF einfach nicht gemacht.

Was die SL2-S interessant macht, ist dieser Mix aus kompromissloser Bildqualität und kompromissbehafteter Technik. Der 24MP BSI-CMOS-Sensor ist nicht der höchstauflösende, aber die Art, wie er mit Farben und Kontrast umgeht, ist besonders. Dazu kommt die Möglichkeit, mit 25 Bildern pro Sekunde elektronisch in DNG zu fotografieren. Das ist schon eine Ansage, auch wenn der Pufferspeicher mit 4GB dann schnell an seine Grenzen stößt.

Häufige Fragen

Q: Hat die Leica SL2-S einen eingebauten Bildstabilisator?

Nein, die SL2-S hat keinen kamerainternen Bildstabilisator (IBIS). Das ist eine der größten Schwächen im Vergleich zu Konkurrenten wie der Canon R6 Mark III oder Sony a1 II. Du bist auf optisch stabilisierte Objektive angewiesen, was besonders bei Videoaufnahmen aus der Hand und bei schlechten Lichtverhältnissen ein Nachteil sein kann.

Q: Kann ich meine alten Leica M-Objektive an der SL2-S nutzen?

Ja, und das ist einer der Hauptgründe, diese Kamera zu kaufen. Die SL2-S gilt als eine der besten digitalen Plattformen für manuelle M-Objektive. Der Sensor ist speziell auf die Randstrahlen alter Weitwinkelobjektive optimiert, was zu weniger Vignettierung und Farbsäumen führt als bei vielen anderen spiegellosen Kameras. Du brauchst lediglich einen Adapter von M auf L-Mount.

Q: Für welche Art von Fotografie ist die SL2-S am besten geeignet?

Laut unseren Daten ist sie am stärksten in den Bereichen Sport/Wildlife (24.1/100), Video (21.7/100) und Hochzeiten/Events (19.1/100). Allerdings sind diese Scores im Vergleich zum Gesamtmarkt niedrig. In der Praxis eignet sie sich am besten für Porträts, Street-Fotografie und Reportagen, wo der einzigartige Look und die robuste Bauweise glänzen. Für schnelle Action ist der Autofokus zu langsam.

Q: Ist die Leica SL2-S ihren hohen Preis wert?

Das hängt ganz von deinen Prioritäten ab. Objektiv betrachtet bekommst du bei Canon, Sony oder Nikon für weniger Geld mehr Technik: besseren Autofokus, IBIS und höhere Auflösung. Die SL2-S rechtfertigt ihren Preis durch die einzigartige Farbwiedergabe, die Haptik und das Leica-Ökosystem. Es ist ein emotionaler Kauf für Leute, die den 'Leica-Look' suchen und bereit sind, dafür einen Aufpreis zu zahlen.

Für wen es nicht geeignet ist

Diese Kamera ist nichts für dich, wenn du einen zuverlässigen, schnellen Autofokus brauchst. Sportfotografen, Wildlife-Shooter oder Hochzeitsfotografen, die flüchtige Momente in Serien festhalten müssen, werden mit der SL2-S nur frustriert sein. Die Trefferquote bei bewegten Motiven ist einfach nicht auf dem Niveau einer Sony a1 II oder Canon R6 Mark III.

Auch Vlogger und Solo-Content-Creator sollten einen großen Bogen machen. Das starre Display macht Selfie-Aufnahmen zur Qual, und der fehlende Bildstabilisator sorgt für wackelige Handheld-Videos. In dieser Preisklasse sind ein voll beweglicher Screen und ein guter IBIS eigentlich Standard. Schau dir stattdessen die Panasonic LUMIX GH7 oder die Sony a1 II an, die beide deutlich besser für Video und Vlogging ausgestattet sind.

Fazit

Die Leica SL2-S ist eine Nischenkamera für Puristen. Wenn du den Look deiner alten M-Objektive liebst und eine moderne digitale Bühne für sie suchst, gibt es kaum etwas Besseres. Die Art, wie diese Kamera mit Licht und Farben umgeht, ist einfach magisch. Dazu kommt die interne RAW-Videoaufnahme, die sie zu einem Geheimtipp für Cinematografen macht, die ein kompaktes Setup wollen.

Für alle anderen ist sie schwer zu empfehlen. Wer eine zuverlässige Arbeitskamera für Hochzeiten, Sport oder Reportagen braucht, wird mit dem Autofokus und dem fehlenden Stabi schnell an Grenzen stoßen. Die Konkurrenz von Sony, Canon und Nikon bietet für weniger Geld mehr Leistung und Flexibilität. Die SL2-S ist eine Kamera, die man sich leistet, weil man sie will, nicht weil man sie braucht.

Bewertung nach Einsatzbereich

Gesamt (43.4)Video (44.1)Travel (52.6)Youtube (29.4)Beginner (37.4)Vlogging (30.2)Streaming (37.3)Photography (44.2)Wedding Events (47.8)Sports Wildlife (49.1)Product Photography (40)

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