Canon EF 10-18mm f/4.5-5.6 IS STM
Das 150g leichte Ultra-Weitwinkelzoom bietet einen 10-18mm Brennweitenbereich mit optischem 4-Stufen-Bildstabilisator und leisem STM-Autofokus, ideal für verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand. Die Naheinstellgrenze von 86mm mit einer maximalen Vergrößerung von 0,23x im AF-Modus ermöglicht kreative Nahaufnahmen mit weitwinkligem Bokeh. Dieses Objektiv eignet sich am besten für Vlogger und Reisefotografen, die eine kompakte Lösung für Landschaften und enge Innenräume suchen.
Überblick
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Das Canon RF-S 10-18mm ist der ideale Ultraweitwinkel für leichte APS-C Reise-Setups. Der Stabilisator arbeitet auf einem Top-Niveau (94. Perzentil) und der STM-AF ist flott und leise. Mit 150g merkt man es kaum an der Kamera, muss aber mit der langsamen f/4.5-6.3 Blende leben. Wer es zum Bestpreis um 250 Dollar findet, macht kaum etwas falsch.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Flüsterleiser und schneller STM-Autofokus (88. Perzentil) 94th
- Hervorragender Bildstabilisator mit rund 4 Blendenstufen (94. Perzentil) 91st
- Extrem leicht und kompakt, nur 150g 87th
- Ordentliche Naheinstellgrenze mit kreativem 0,5x Abbildungsmaßstab im MF 69th
- Sehr gute Verarbeitung für die Preisklasse
Nachteile
- Lichtstärke mit f/4.5-6.3 bei wenig Licht schnell am Limit
- Optische Qualität am Rand bei Offenblende nur Durchschnitt
- Kein Wetterschutz gegen Staub und Spritzwasser
- Bokeh eher funktional, kein Cremeschnitt-Held (54. Perzentil)
- Blende 7 Lamellen, Sonnensterne sehen okay aus, sind aber kein Highlight
Was Besitzer sagen
Was Nutzer sagen
Die Fakten
Leistung
Die optische Leistung ist insgesamt solide, auch wenn die reine Bildqualität mit einem 54er Perzentil in unserer Datenbank im Mittelfeld liegt. Die Schärfe ist in der Mitte bei Offenblende direkt brauchbar, zu den Rändern hin wird es bei 10mm aber etwas weicher. Wer auf f/8 abblendet, holt das Maximum aus dem Glas raus. Die digitale Korrektur in aktuellen Canon-Kameras bügelt Verzeichnung und Vignettierung sauber aus, an den JPGs gibt es da wenig zu meckern. Die chromatische Aberration ist dank des ED-Glases gut unter Kontrolle, bunte Farbsäume an Kontrastkanten sind selten.
Der STM-Autofokus ist ein echtes Highlight. Laut unseren Daten im 88. Perzentil, gehört er zu den schnelleren und vor allem leiseren Vertretern seiner Klasse. Für Video ein Segen, weil kein Pumpen oder Surren im Ton landet. Der Bildstabilisator ist sogar noch besser: Platz 94 im Vergleichsfeld. In der Praxis heißt das, selbst bei 1/4 Sekunde aus der Hand sind verwacklungsfreie Aufnahmen drin. Das ist ein Feature, das man bei diesem Preis und Gewicht nicht zwingend erwartet.
Technische Daten
Alle technischen Daten
Optics
| Type | Zoom |
| Focal Length Min | 10 |
| Focal Length Max | 18 |
| Groups | 4 |
| Aspherical Elements | 1 |
| ED Elements | 1 |
| Coating | Super Spectra Coating |
Aperture
| Max Aperture | f/4.5 |
| Min Aperture | f/4.5 |
| Constant | No |
| Diaphragm Blades | 7 |
Build
| Mount | Canon EF-S |
| Format | APS-C |
| Weather Sealed | No |
| Weight | 0.1 kg / 0.3 lbs |
| Filter Thread | 67 |
AF & Stabilization
| AF Type | STM |
| Stabilization | Yes |
| Stabilization Stops | 4 |
Focus
| Min Focus Distance | 86 |
| Max Magnification | 0.23x |
Im Vergleich
Der direkteste Konkurrent im RF-S System ist eigentlich das Sigma Contemporary 18-50mm f/2.8 DC DN. Das Sigma liefert durchgängig f/2.8 und damit mehr Freistellpotenzial und Reserven bei Dämmerlicht, kostet aber auch mehr und reicht nicht so tief ins Ultraweitwinkel hinab. Das Tamron Di III 17-70mm f/2.8 VC ist eine weitere Alternative, die mit mehr Brennweite und ebenfalls konstanter Lichtstärke punktet, dafür aber ein echter Klopper im Vergleich zum filigranen Canon ist.
Von der anderen Seite kommt das Sony E PZ 16-50mm f/3.5-5.6 OSS, das rein spezifikationstechnisch näher am Canon liegt, aber der Canon hat den weiteren Bildwinkel und den besseren Stabilisator auf seiner Seite. Die Panasonic Leica oder das Nikon 24-200 sind dabei schon eine andere Kategorie, sowohl in der Brennweite als auch im Preis. Wer hauptsächlich Landschaften, Architektur und enge Räume im Auge hat und ein Crop-Sensor Gehäuse von Canon nutzt, findet im RF-S 10-18mm eigentlich nur schwer einen direkten Gegner, der so konsequent auf geringes Gewicht und günstigen Preis getrimmt ist.
| Spec | Canon EF 10-18mm f/4.5-5.6 IS STM | Tamron Di III VC 28-300mm f/4-7.1 VXD | Sigma Contemporary 18-50mm f/2.8 DC DN | Nikon NIKKOR Z 17-28mm f/2.8 | Panasonic Leica DG Vario-Elmarit H-ES12035 | Sony E 18-135mm f/3.5-5.6 OSS |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Focal Length | 10-18mm | 28-300mm | 18-50mm | 17-28mm | 12-35mm | 18-135mm |
| Max Aperture | f/4.5 | f/4 | f/2.8 | f/2.8 | f/2.8 | f/3.5 |
| Mount | Canon EF-S | Sony E | Sony E | Nikon Z | Micro Four Thirds | Sony E |
| Stabilization | true | true | false | false | true | true |
| Weather Sealed | false | true | true | true | true | false |
| Weight (g) | 150 | 610 | 290 | 450 | 306 | 326 |
| AF Type | STM | VXD linear motor | stepping motor | Stepping Motor | Autofocus | Linear motor |
| Lens Type | zoom | zoom | zoom | zoom | zoom | zoom |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Produkt | AF | Bokeh | Build | Macro | Optical | Aperture | Versatility | Nutzerresonanz | Stabilization |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Canon EF 10-18mm f/4.5-5.6 IS STM | 87.2 | 54.5 | 91 | 64.8 | 54.1 | 55.2 | 69.1 | 64.4 | 93.5 |
| Tamron Di III VC 28-300mm f/4-7.1 VXD Compare | 98.1 | 77.3 | 65.3 | 85 | 96.8 | 65.6 | 97.8 | 55.9 | 82.5 |
| Sigma Contemporary 18-50mm f/2.8 DC DN Compare | 87.2 | 81.4 | 86.7 | 90.8 | 82.5 | 83.6 | 78.5 | 89.9 | 36.8 |
| Nikon NIKKOR Z 17-28mm f/2.8 Compare | 87.2 | 86.6 | 75.9 | 85 | 88.4 | 83.6 | 68.1 | 70.3 | 36.8 |
| Panasonic Leica DG Vario-Elmarit H-ES12035 Compare | 53.6 | 81.4 | 86.1 | 50.7 | 86.7 | 83.6 | 80.5 | 85.6 | 96.9 |
| Sony E 18-135mm f/3.5-5.6 OSS Compare | 98.1 | 74.8 | 73.2 | 40.1 | 78.9 | 77 | 95.8 | 89.9 | 82.5 |
Preis
Preis-Leistungs-Verhältnis
Preislich bewegt sich das Objektiv in einem Korridor zwischen 250 und 408 Dollar, immer mal wieder mit unterschiedlichen Bundles. Das ist ein ganz schöner Spread, und ein genauer Blick auf die Händler lohnt sich. Als echtes Schnäppchen entpuppt es sich, wenn man es am unteren Ende dieses Rahmens erwischt. Für ein Original Canon Ultraweitwinkel-Zoom mit Bildstabilisator, das an den aktuellen R-Mount ohne Adapter passt, ist der Gegenwert schwer zu schlagen.
In den Newegg-Bundles stecken oft noch Filter und eine Tasche mit drin, was den Deal noch besser macht. Klar, fürs Geld bekommt man anderswo vielleicht ein Stop mehr Lichtstärke, aber die Kombination aus Gewicht, Stabilisator und Autofokus ist in dieser Preisregion eine Wucht. Die Budget-Wertung von 79.7 spiegelt das wider: Es ist einfach ein fairer Deal für APS-C Fotografen, die weitwinklig einsteigen wollen.
Mehr erfahren
Überblick
Canon hat mit dem RF-S 10-18mm F4.5-6.3 IS STM ein echtes Leichtgewicht im Programm, das die Lücke zu den Standard-Zooms perfekt schließt. Die Brennweite von 10-18mm an einer APS-C Kamera entspricht etwa 16-29mm an Vollformat. Das ist der klassische Bereich für weite Landschaften, enge Innenräume oder die Vlogging-Perspektive mit viel Umgebung. Mit nur 150g merkt man das Ding an der Kamera kaum, es verschwindet fast im Fotorucksack.
Für wen ist es gedacht? Ganz klar für Einsteiger und Reisefotografen, die an einer Canon R50, R10 oder R7 unterwegs sind und nicht zu viel Geld in die Hand nehmen wollen. Die Straßenfotografie-Wertung von 82.1 in unserer Datenbank zeigt, dass es genau da seine Stärken hat. Auch wer gerne mal ein Selfie-Video oder einen Vlog aufnimmt, profitiert vom weiten Bildwinkel und dem leisen STM-Autofokus. Es ist eben ein Arbeitstier für jeden Tag, kein Spezialist fürs Studio.
Spannend ist die Kombination aus optischem Stabilisator und Nahgrenze. Canon verspricht bis zu 4 Blendenstufen Korrektur und im manuellen Fokus kommt man auf einen Abbildungsmaßstab von 0,5x. Das ist nicht ganz Makro, aber für kreative Nahaufnahmen mit extremem Weitwinkeleffekt reicht es allemal. Dazu ein optischer Aufbau mit zwei UD- und einem asphärischen Element, der Verzeichnung und Farbsäume in Schach halten soll.
Häufige Fragen
Q: Passt das RF-S 10-18mm auch an Vollformat-Kameras wie die EOS R6?
Anschließen kannst du es, da es den RF-Mount nutzt. Die Kamera erkennt das Objektiv und schaltet automatisch in den APS-C Crop-Modus. Du bekommst dann ein Bild mit etwa 8-9 Megapixeln, je nach Kamera. Die volle Sensorfläche wird nicht genutzt, das ist also eher eine Notlösung.
Q: Wie stark ist die Verzeichnung bei 10mm?
Optisch ist eine tonnenförmige Verzeichnung vorhanden, das ist bei solchen Weitwinkeln normal. In der Praxis wird sie aber von den aktuellen Canon-Kameras digital herausgerechnet. Die JPGs und die meisten RAW-Konverter zeigen ein nahezu verzeichnungsfreies Bild, die Korrektur funktioniert sehr zuverlässig.
Q: Ist die Naheinstellgrenze wirklich für Makro-Aufnahmen geeignet?
Nicht für klassische Makros. Der manuelle Fokus erlaubt einen Abbildungsmaßstab von 0,5x bei einem Mindestabstand von etwa 14 Zentimetern vom Sensor. Das ergibt sehr kreative, fast verzerrte Nahaufnahmen mit starkem Vordergrund-Hintergrund-Kontrast. Echte 1:1 Makros sind das nicht, aber es erweitert die Einsatzmöglichkeiten enorm.
Q: Lohnt sich der Umstieg von der alten EF-S 10-18mm Version?
Wenn du bereits einen Adapter an der R-Kamera nutzt, ist der Unterschied im Ergebnis nicht riesig. Das RF-S ist aber noch kompakter, der Bildstabilisator arbeitet Hand in Hand mit dem kamerainternen Stabi und es kommt ohne Adapter aus. Die optische Rechnung wurde auf das kürzere Auflagemaß optimiert. Mit Speck fängt man Mäuse: Das alte EF-S ist günstiger, das neue RF-S ist eleganter.
Für wen es nicht geeignet ist
Sport- und Eventfotografen, die auf hohe Verschlusszeiten in dunklen Hallen angewiesen sind, werden mit f/6.3 am langen Ende nicht glücklich. Da fehlt einfach die Lichtreserve, und hohe ISO-Werte fressen die Details auf. Hier führt kein Weg an einem f/2.8 Standardzoom oder einer lichtstarken Festbrennweite vorbei.
Auch, wer viel bei Regen oder Staub fotografiert, sollte einen Bogen um dieses Objektiv machen. Es besitzt keine Abdichtung, Wasser und feiner Sand können eindringen. In dem Fall wäre ein Blick auf das etwas robustere und wettergeschützte Sigma 18-50mm f/2.8 angebracht, auch wenn es nicht ganz so weitwinklig anfängt.
Fazit
Für den Vlogger, der mit einer R50 startet und sich nicht mit Adaptern rumschlagen will, ist das RF-S 10-18mm kaum zu schlagen. Der weite Winkel, das Fliegengewicht und der effektive Stabi ergeben ein Paket, das für Handheld-Aufnahmen wie gemacht ist. Auch der Reisefotograf, der seine Ausrüstung klein halten will und tagsüber in Städten oder der Natur unterwegs ist, kriegt hier einen treuen Begleiter.
Wer allerdings oft in Innenräumen ohne Blitz fotografiert oder auf ein schönes Bokeh für Porträts schielt, den wird die variable und langsame Blende irgendwann frustrieren. Für die reine Bildqualität gibt es ambitioniertere Linsen, aber die schleppt man dann auch in der Tasche. Für Straße und den täglichen Einsatz ist die kompromisslose Leichtigkeit gepaart mit dem guten AF einfach eine runde Sache. Es macht Spaß, und das ist am Ende, was zählt.