Panasonic LUMIX S1R II Black 2024
Der 44,3-Megapixel-Vollformat-CMOS-Sensor kombiniert mit 40-fps-Raw-Serienbildaufnahmen und einem um 25 % leichteren Gehäuse als der S1R macht diese Kamera zu einem vielseitigen Hybrid-Werkzeug. Die interne 8K-30p- und 4K-120p-10-Bit-Videoaufzeichnung sowie 6.4K-Open-Gate-Shooting bieten enorme Flexibilität für die Nachbearbeitung. Sie eignet sich am besten für Hochzeitsfotografen und Videofilmer, die hochauflösende Standbilder und kinoreife Bewegtaufnahmen in einem einzigen, wetterfesten Body benötigen.
Überblick
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Die Panasonic S1R II liefert Videoqualität im 99. Perzentil und kombiniert einen 44,3-MP-Sensor mit internem ProRes RAW zu einem Kampfpreis. Der Autofokus ist endlich spitze und das Gehäuse 25% leichter als beim Vorgänger. Der klare Dealbreaker für Videoprofis ist jedoch die starke Überhitzungsneigung, die den Top-Video-Features einen bitteren Beigeschmack gibt.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Videoqualität auf Referenzniveau mit internem ProRes RAW und 8K 30p. 99th
- Hervorragender 5,76-Mio-Punkt-Sucher, einer der besten seiner Klasse. 97th
- Blitzschneller und treffsicherer Phasen-Hybrid-Autofokus mit KI-Tracking. 97th
- Robustes, wetterfestes Gehäuse, das 25% leichter ist als der Vorgänger. 93rd
- Extrem schnelle 40 fps Serienbildaufnahme mit AF-C.
Nachteile
- Starke Überhitzungsneigung bei Videoaufnahmen, selbst in kühlen Räumen.
- Rauschende interne Audio-Vorverstärker, ein externes Mikrofon ist fast Pflicht.
- Kein PC-Sync-Anschluss für Studioblitzgeräte vorhanden.
- 4K-Video über 30 fps wird beschnitten, kein Oversampling.
- Akkulaufzeit mit 340 Schuss nur Mittelmaß.
Was Besitzer sagen
Was Nutzer sagen
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Die Fakten
Leistung
Der 44,3-Megapixel-Sensor liefert eine Bildqualität, die in dieser Preisklasse eine Ansage ist. Die Detailauflösung ist schlichtweg exzellent, und der Dynamikumfang gibt viel Spielraum in den RAWs. Richtig beeindruckend wird es aber im Videomodus. Interne ProRes-RAW-Aufnahme und 6.4K Open Gate machen die S1R II zu einer ernstzunehmenden Filmkamera. Die 40 Bilder pro Sekunde mit kontinuierlichem Autofokus sind eine starke Ansage und platzieren sie in der oberen Liga für Action und Wildlife, auch wenn die Puffertiefe bei solchen Serien ein limitierender Faktor sein kann.
Der Autofokus ist endlich auf der Höhe der Zeit. Die 779 Phasen-AF-Punkte greifen schnell und kleben zuverlässig am Auge, selbst bei schnellen Bewegungen. Das ist eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger und macht die Kamera für Sport und Events viel brauchbarer. Der 5,76-Millionen-Punkt-OLED-Sucher ist einer der besten auf dem Markt, groß und gestochen scharf. Ein kleiner Wermutstropfen ist die Bildstabilisierung. Mit 5 Stops nach CIPA-Standard ist sie solide, aber nicht führend. Die Konkurrenz von Canon und Sony bietet da teils mehr, was bei Freihand-Videos auffällt.
Technische Daten
Alle technischen Daten
Sensor
| Type | CMOS |
| Size | full-frame |
| Megapixels | 44.3 MP |
| ISO Range | 40 |
Autofocus
| AF Points | 779 |
| AF Type | -6 to +18 EV |
| Eye AF | Yes |
| Subject Detection | Yes |
Shooting
| Burst (Mechanical) | 40 |
| Max Shutter | 1/8000 |
| Electronic Shutter | Yes |
Video
| Max Resolution | 8K |
| 4K FPS | 120 |
| 1080p FPS | 60 |
| 10-bit | Yes |
| Log Profile | Yes |
| RAW Video | Yes |
| Codec | H.264 Long GOP/MOV 4:2:0 10-Bit, H.264 Long GOP/MOV 4:2:2/4:2:0 8/10-Bit |
Display & EVF
| Screen Size | 3" |
| Touchscreen | Yes |
| Articulating | Yes |
| EVF Resolution | 5.76 M dots |
Build
| Weather Sealed | Yes |
| Weight | 0.7 kg / 1.6 lbs |
| Battery Life | 340 |
Connectivity
| Wi-Fi | Yes |
| Bluetooth | Yes |
| USB | USB-C 3.0 / 3.1/3.2 Gen 1 |
| HDMI | HDMI Output |
| Hot Shoe | Yes |
Im Vergleich
Im direkten Vergleich positioniert sich die S1R II als der Hybrid-Spezialist mit Fokus auf hochauflösende Fotos und erstklassiges Video. Die Sony a1 II ist in Sachen Sensorauflösung und Geschwindigkeit noch eine Spur extremer und hat den besseren Stacked-Sensor, kostet aber auch ein Vielfaches. Die Canon EOS R6 Mark III ist bei der reine Foto-Performance und dem Autofokus ebenbürtig, bietet aber weniger Video-Features wie internes ProRes RAW. Die Nikon Z9 ist die unkaputtbare Profi-Workstation mit besserem Wärmemanagement und Akkulaufzeit, aber auch deutlich schwerer und teurer. Die Fujifilm X-H2 spielt in einer anderen Liga mit APS-C-Sensor, bietet aber ein ähnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Hybrid-Shooter. Der größte Trumpf der Panasonic ist der Funktionsumfang pro Euro, der größte Nachteil die hitzebedingte Unzuverlässigkeit bei langen Videoaufnahmen.
| Spec | Panasonic LUMIX S1R II | Canon EOS R6 Mark III | Sony a1 II | Fujifilm X-H2 | Nikon Z Z9 | OM System OM-1 Mark II |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Type | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless |
| Sensor | 44.3MP full-frame | 32.5MP full-frame | 50.1MP full-frame | 40.2MP aps-c | 45.7MP full-frame | 20.4MP micro-four-thirds |
| AF Points | 779 | 1053 | 759 | 425 | 493 | 1053 |
| Burst FPS | 40 | 40 | 30 | 20 | 30 | 120 |
| Video | 8K @120fps | 6K @120fps | 8K @120fps | 8K @60fps | 8K @120fps | 4K @60fps |
| IBIS | true | true | true | true | true | true |
| Weather Sealed | true | true | true | true | true | true |
| Weight (g) | 710 | 609 | 658 | 579 | 1160 | 511 |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Produkt | AF | EVF | Build | Burst | Video | Sensor | Battery | Display | Nutzerresonanz | Stabilization |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Panasonic LUMIX S1R II | 91.3 | 96.9 | 97.2 | 88.4 | 98.5 | 61.6 | 88.2 | 81 | 59.5 | 82.9 |
| Canon EOS R6 Mark III Compare | 98.2 | 85.9 | 94.3 | 92.4 | 98 | 57 | 96.2 | 98.9 | 92.2 | 99.5 |
| Sony a1 II Compare | 95 | 98.5 | 96.3 | 89.8 | 98.5 | 67 | 91.4 | 99.4 | 96.9 | 99.5 |
| Fujifilm X-H2 Compare | 86.2 | 95.1 | 88.9 | 83.7 | 99.9 | 98.6 | 96.7 | 81 | 87 | 92.8 |
| Nikon Z Z9 Compare | 88.8 | 87.5 | 99.5 | 96 | 98.5 | 63.2 | 97.1 | 81 | 92.2 | 82.9 |
| OM System OM-1 Mark II Compare | 98.2 | 88.3 | 88.4 | 99.8 | 82.3 | 38.3 | 93.8 | 81 | 87 | 99.5 |
Preis
Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Preisgestaltung ist derzeit ein zweischneidiges Schwert. Der Listenpreis für das Bundle liegt bei einigen Händlern bei rund 3.000 Dollar, was für das Gebotene ein extrem faires Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Allerdings ist die Spanne zwischen den Anbietern absurd, mit Preisen, die bis in den sechsstelligen Bereich hochschießen – das sind mit Sicherheit Platzhalter oder Fehler. Wer zuschlagen will, sollte die Angebote genau vergleichen und sich an den seriösen Händlern orientieren, die das Kit für unter 3.500 Dollar listen. Für dieses Geld bekommt man einen Funktionsumfang, der in vielen Bereichen an die doppelt so teure Konkurrenz heranreicht.
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Überblick
Die Panasonic LUMIX S1R II ist ein Biest von einer Hybrid-Kamera, die in unserer Datenbank bei den Video-Fähigkeiten die absolute Spitze markiert – best-in-class im 99. Perzentil. Das ist kein Zufall, wenn man auf das Datenblatt schaut: 8K 30p und 4K 120p in 10-Bit, interne ProRes-RAW-Aufnahme und ein 44,3-Megapixel-Sensor, der auch bei Fotos eine enorme Detailfülle liefert. Mit 710g ist sie zudem ein Viertel leichter als das Vorgängermodell, was sie für ein Vollformat-Workhorse erstaunlich handlich macht. Der Phasen-Hybrid-Autofokus mit 779 Messpunkten und KI-Tracking ist ein großer Sprung nach vorne und landet in unserer Wertung unter den Top 10% aller Kameras.
Aber die pure Datenpower hat ihren Preis, und der wird nicht in Euro gemessen. Das große Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Nutzererfahrungen zieht, ist die Hitzeentwicklung. Selbst in klimatisierten Räumen und nach Firmware-Updates berichten viele Besitzer von verfrühten Abschaltungen bei längeren Videoaufnahmen. Für reine Fotografen ist das irrelevant, und die lieben die Kamera für ihre robuste Bauweise und den fantastischen Sucher. Für Hybrid-Shooter, die eine verlässliche A-Cam für lange Videojobs suchen, ist das jedoch ein echter Knackpunkt, den man kennen muss.
Häufige Fragen
Q: Kann ich meine Studio-Blitzanlage direkt mit der Kamera verbinden?
Nein, die S1R II hat keinen klassischen PC-Sync-Anschluss. Du brauchst einen Funkauslöser für den Blitzschuh oder einen Adapter. Das ist ein kleiner Wermutstropfen für Studio-Profis, aber mit modernen Funklösungen gut zu umgehen.
Q: Ist die Kamera für lange 4K-Videoaufnahmen zuverlässig?
Das ist leider der größte Schwachpunkt. Trotz der Top-Video-Specs mit 4K 120p und 8K 30p berichten viele Nutzer von Überhitzungsproblemen, selbst in klimatisierten Räumen. Für kurze, hochwertige Clips ist sie perfekt, für stundenlange Aufnahmen am Stück ist sie ein Risiko.
Q: Lohnt sich der Umstieg von der ursprünglichen S1R?
Definitiv, vor allem wegen des Autofokus. Der neue Phasen-Hybrid-AF ist eine andere Welt als das kontrastbasierte System des Vorgängers und macht die Kamera für Action und Video viel brauchbarer. Dazu kommen die besseren Video-Features und das leichtere Gehäuse.
Für wen es nicht geeignet ist
Hochzeits- und Event-Videografen, die auf stundenlange, ununterbrochene Aufnahmen angewiesen sind, sollten einen großen Bogen um die S1R II machen. Die Gefahr eines hitzebedingten Ausfalls mitten im entscheidenden Moment ist real und durch die Nutzerberichte gut dokumentiert. Auch wer viel mit externen Blitzanlagen im Studio arbeitet und auf einen PC-Sync-Anschluss besteht, wird hier nicht glücklich. Und für reine Reisefotografen ist die Kombination aus unterdurchschnittlicher Akkulaufzeit und dem für Video optimierten, aber immer noch klobigen Gehäuse nicht ideal – hier ist die Kamera in unserer Wertung mit 70 von 100 Punkten am schwächsten.
Fazit
Die Panasonic LUMIX S1R II ist eine Kamera der Extreme. Für den reinen Fotografen, der eine hochauflösende, robuste und vergleichsweise leichte Vollformat-Kamera sucht, ist sie ein absoluter Volltreffer und eine klare Empfehlung. Die Bildqualität und der Autofokus sind auf Top-Niveau. Für Hybrid-Shooter, die gelegentlich Videoclips drehen, ist sie ebenfalls fantastisch. Wer aber regelmäßig lange, ununterbrochene Videoaufnahmen macht, etwa für Interviews oder Events, muss sich des Überhitzungsrisikos bewusst sein. In diesem Fall ist die Kamera ein Glücksspiel und die Nikon Z9 oder eine dedizierte Videokamera die sicherere, wenn auch teurere Wahl.