Z CAM E2-S6 Mark II
Der 26MP Super-35 CMOS Sensor zeichnet 6K-Video mit bis zu 60 fps und 10-Bit-Farbtiefe auf und bietet 14 Blendenstufen Dynamikumfang. Die umfassende Konnektivität mit HDMI, SDI, Genlock und integriertem NDI HX3 für Live-Streaming über Gigabit-Ethernet macht die Kamera extrem vielseitig in professionellen Workflows. Dieses Modell eignet sich am besten für Filmschaffende und Live-Produktionsteams, die eine kompakte Cinema-Kamera mit Canon EF-Bajonett und nativer Broadcast-Integration benötigen.
Überblick
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Die Z CAM E2-S6 Mark II liefert ein fantastisches 6K-Bild mit professionellen Anschlüssen für unter 2800 Dollar. Dafür verzichtet sie komplett auf Komfort-Features wie Autofokus und Stabilisierung. Ein reines Arbeitstier für Video-Profis, das man nicht mit einer DSLM vergleichen sollte.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Hervorragende 6K-Bildqualität mit 14 Blendenstufen Dynamikumfang. 94th
- Professionelle Anschlüsse wie SDI, Genlock und Gigabit Ethernet. 93rd
- Günstiger Einstiegspreis für eine derart leistungsfähige Cinema-Kamera. 83rd
- Eingebauter Gyrosensor für einfache Post-Stabilisierung.
Nachteile
- Kein brauchbarer Autofokus, nur für manuelles Scharfziehen geeignet.
- Kein integrierter Bildschirm, ein externer Monitor ist Pflicht.
- Keinerlei Bildstabilisierung im Gehäuse.
- Die Preise schwanken je nach Händler um über 1000 Dollar.
Was Besitzer sagen
Was Nutzer sagen
Die Fakten
Leistung
In unserer Datenbank liegt die Video-Performance im 94. Perzentil, und das merkt man. Die 6K60-Aufnahmen in 10-Bit sind gestochen scharf, und die 14 Blendenstufen Dynamikumfang geben einem in der Nachbearbeitung richtig Spielraum. Der Rolling Shutter ist gut kontrolliert. Die Burst-Rate von 60 fps ist für eine Cinema-Kamera ungewöhnlich hoch und liegt im 93. Perzentil, was sie auch für kurze, hochauflösende Foto-Sequenzen brauchbar macht. Die Schwachstelle ist klar die Low-Light-Leistung im manuellen Modus jenseits der nativen ISOs, die schnell rauschig wird, und der fehlende verlässliche Autofokus, der im 31. Perzentil dümpelt. Das ist eine reine Manuellfokus-Kamera, Punkt.
Technische Daten
Alle technischen Daten
Sensor
| Type | CMOS |
| Size | super-35 |
| Megapixels | 26 MP |
| ISO Range | 500 |
Shooting
| Burst (Mechanical) | 60 |
| Electronic Shutter | Yes |
Video
| Max Resolution | 6K |
| 4K FPS | 90 |
| 1080p FPS | 120 |
| 10-bit | Yes |
| RAW Video | Yes |
| Codec | MOV/MP4/ProRes 422/ProRes 422 HQ/ProRes 422 Proxy/ProRes 422LT 4:2:2 10-Bit |
Display & EVF
| Touchscreen | No |
Build
| Weight | 1.1 kg / 2.4 lbs |
Connectivity
| Wi-Fi | Yes |
| Bluetooth | No |
| USB | USB-C |
| HDMI | HDMI 2.0 |
| Hot Shoe | No |
Im Vergleich
Im Vergleich zu einer Canon EOS R6 Mark III oder Sony a1 II ist die Z CAM ein völlig anderes Tier. Die DSLMs sind Allrounder mit erstklassigem Autofokus und Stabilisierung, die man aus dem Rucksack zieht und loslegt. Die Z CAM ist ein Set-Kamera-Tool, das ohne Rig und Zubehör nicht funktioniert, dafür aber Anschlüsse wie SDI und Genlock bietet, die man bei den anderen vergeblich sucht. Gegen eine Blackmagic Pocket 6K Pro spielt sie in einer ähnlichen Liga, bietet aber den flexibleren EF-Mount und die besseren Netzwerk-Features. Die Fujifilm X-H2 und Nikon Z9 sind in Sachen Auflösung und Foto-Features überlegen, können aber beim internen RAW-Workflow und den Cinema-spezifischen Anschlüssen nicht mithalten.
| Spec | Z CAM E2-S6 Mark II | Fujifilm X-H2S | Sony a7R V | Panasonic LUMIX GH7 | OM System OM-1 | Nikon Z Z8 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Type | cinema | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless |
| Sensor | 26MP super-35 | 26.2MP aps-c | 61MP full-frame | 25.2MP micro-four-thirds | 20.4MP micro-four-thirds | 45.7MP full-frame |
| AF Points | - | 425 | 693 | 315 | 1053 | 493 |
| Burst FPS | 60 | 40 | 10 | 75 | 10 | 120 |
| Video | 6K @90fps | 6K @120fps | 8K @60fps | 6K @120fps | 4K @60fps | 8K @120fps |
| IBIS | false | true | true | true | true | true |
| Weather Sealed | false | true | true | true | true | true |
| Weight (g) | 1089 | 579 | 723 | 721 | 511 | 907 |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Produkt | AF | EVF | Build | Burst | Video | Sensor | Battery | Display | Connectivity | Nutzerresonanz | Stabilization |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Z CAM E2-S6 Mark II | 35.4 | 38.1 | 61.4 | 92.6 | 94.4 | 62.5 | 46 | 28.1 | 82.7 | 48 | 34.2 |
| Fujifilm X-H2S Compare | 89.4 | 96.1 | 93.6 | 92.6 | 97.4 | 96.9 | 98.3 | 98.8 | 94.3 | 93.2 | 94.7 |
| Sony a7R V Compare | 94.8 | 99.1 | 96.4 | 76.4 | 95 | 77.6 | 93.3 | 85.4 | 94.3 | 97.3 | 98.4 |
| Panasonic LUMIX GH7 Compare | 86.7 | 88.9 | 96.3 | 94.6 | 97.1 | 61.6 | 90.4 | 85.4 | 94.3 | 75.8 | 96.5 |
| OM System OM-1 Compare | 95.3 | 97.5 | 83.7 | 93.9 | 84.4 | 46.8 | 95 | 85.4 | 86.4 | 82.5 | 86.8 |
| Nikon Z Z8 Compare | 91.3 | 93.6 | 86.8 | 99.8 | 98.6 | 69.9 | 90.1 | 85.4 | 94.3 | 60.8 | 92.6 |
Preis
Preis-Leistungs-Verhältnis
Der Wert ist das stärkste Argument für diese Kamera. Für unter 2800 Dollar beim günstigsten Anbieter bekommt man Bildqualität und professionelle Anschlüsse, die sonst ein Vielfaches kosten. Die Preisspanne von 2799 bis 3836 Dollar ist allerdings ein klares Warnsignal, die Angebote genau zu prüfen, bevor man zuschlägt. Wenn man bereits EF-Objektive, einen externen Monitor und ein Rig besitzt, ist das ein unschlagbares Paket. Muss man das gesamte Zubehör erst kaufen, relativiert sich der Preisvorteil etwas, bleibt aber immer noch sehr attraktiv.
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Überblick
Die Z CAM E2-S6 Mark II ist eine Box-Kamera, die sich ganz aufs Filmen konzentriert. Kein Sucher, kein klappbares Display, kein Autofokus, auf den man sich verlassen möchte. Dafür bekommt man ein 6K Super-35 Bild mit 14 Blendenstufen Dynamikumfang und ProRes RAW Unterstützung, verpackt in einem Gehäuse, das mit SDI, Genlock und Gigabit Ethernet für professionelle Sets gemacht ist. Wer aus der DSLM-Welt kommt, wird sich erstmal wundern, aber genau das ist der Punkt: Hier geht es um reine, kompromisslose Bildqualität für einen Bruchteil dessen, was vergleichbare Cinema-Kameras kosten.
Für knapp unter 2800 Dollar beim günstigsten Händler ist das ein verdammt scharfes Angebot. Die Preisspanne ist mit über 1000 Dollar Unterschied allerdings enorm, also unbedingt die Händler vergleichen. Der EF-Mount öffnet die Tür zu einer riesigen Auswahl an günstigen und hochwertigen Objektiven, und Features wie der eingebaute Gyrosensor für die Stabilisierung in der Post sind echte Arbeitserleichterungen. Es ist keine Kamera für jeden, aber für den richtigen Einsatzzweck ist sie ein kleiner Volltreffer.
Häufige Fragen
Q: Kann ich mit der Z CAM E2-S6 Mark II ohne externen Monitor filmen?
Nein, die Kamera hat kein brauchbares integriertes Display. Ein externer Monitor oder Sucher ist zwingend erforderlich, um das Bild zu beurteilen und scharfzustellen.
Q: Funktioniert der Autofokus mit Canon EF-Objektiven?
Technisch ja, aber die Performance ist mit einem Perzentil von 31 so schwach, dass man sich für ernsthafte Videoarbeit nicht darauf verlassen sollte. Manuelles Scharfziehen ist die einzig zuverlässige Methode.
Q: Welche Speicherkarten brauche ich für 6K60-Aufnahmen?
Die Kamera zeichnet auf CFexpress Typ B Karten auf. Für die hohen Datenraten von 6K60, besonders in ProRes RAW, sind schnelle Karten mit hoher Schreibgeschwindigkeit Pflicht.
Für wen es nicht geeignet ist
Wer eine Kamera für Vlogging oder Reisen sucht, sollte einen großen Bogen machen. Ohne Stabilisierung, Klappdisplay und brauchbaren Autofokus ist sie dafür schlicht ungeeignet. Auch wer einfach nur hochwertige Familienvideos machen will, ist mit einer modernen DSLM wie der Canon R6 Mark III viel besser und unkomplizierter bedient.
Fazit
Die Z CAM E2-S6 Mark II ist eine Nischen-Kamera für Leute, die genau wissen, was sie tun. Wer ein reines Video-Tool für Interviews, Kurzfilme oder Multi-Cam-Setups sucht und mit manuellem Fokus lebt, bekommt hier professionelle Features zu einem Preis, der fast zu gut ist, um wahr zu sein. Für Vlogger, Run-and-Gun-Filmer oder alle, die eine Kamera für alles suchen, ist sie dagegen ein Totalausfall.