ASUS ProArt PA32DC 31.5" Black 2023
{ "review": "Das 31,5-Zoll-4K-OLED-Panel mit einer Reaktionszeit von 0,1 ms und integriertem motorisierten Kolorimeter ermöglicht automatische Kalibrierung und Delta-E-Werte unter 1. Die robuste Bauweise mit Metallgriff, Monitorhaube sowie die DisplayHDR-400-True-Black-Zertifizierung und 99 % DCI-P3- sowie Adobe-RGB-Abdeckung bieten professionelle Flexibilität. Ideal für Fotografen und Coloristen, die einen akkuraten 4K-HDR-Monitor mit OLED-Tiefschwarz für farbkritische Workflows benötigen." }
Überblick
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Der ASUS ProArt PA32DC ist ein farbverbindliches OLED-Referenzdisplay mit eingebautem Kolorimeter, das speziell für professionelle Kreative entwickelt wurde. Mit 99% DCI-P3, Delta E unter 1 und perfekten Schwarzwerte ist er einer der präzisesten Monitore auf dem Markt. Der Preis liegt bei Newegg bei rund 2200 Dollar, was für diese Technologie fair ist, aber die 60 Hz und der ABL schränken den Alltagsnutzen stark ein. Eine absolute Empfehlung fürs Color Grading und die Fotobearbeitung, aber nichts für Gamer oder Office-Arbeit.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Eingebautes motorisiertes Kolorimeter für automatisierte Kalibrierung ohne externes Equipment 98th
- Hervorragende Farbraumabdeckung mit 99% DCI-P3 und 99% Adobe RGB ab Werk 94th
- OLED-Panel mit perfektem Schwarz und VESA DisplayHDR 400 True Black Zertifizierung 93rd
- Umfangreiche Ergonomie mit Höhenverstellung, Pivot und VESA-Montage 91st
- Drei HDMI-Ports und USB-C mit DisplayPort-Alternate-Mode für flexible Studio-Verkabelung
Nachteile
- Nur 60 Hz Bildwiederholrate, für Gaming oder flüssige UI-Animationen nicht ideal
- Auto Brightness Limiter (ABL) dimmt große helle Fenster spürbar herunter
- Mit über 12 Kilogramm und 38 Watt Verbrauch extrem schwer und alles andere als portabel
- Spitzenhelligkeit von 250 Nits im SDR-Betrieb ist für hell erleuchtete Räume grenzwertig
- Die Preisunterschiede zwischen Händlern sind mit über 6000 Dollar absurd, günstigster Deal bei Newegg
Was Besitzer sagen
Was Nutzer sagen
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Die Fakten
Leistung
In unseren Benchmarks landet der PA32DC im 94. Perzentil für Performance, und das liegt nicht an einer hohen Bildwiederholrate. Es ist die Kombination aus der 0,1 ms Reaktionszeit des OLED-Panels und der absoluten Bildtreue, die hier den Ausschlag gibt. Bewegungen sind selbst bei 60 Hz völlig schlierenfrei, was für die Beurteilung von Bewegtbild in der Postproduktion wichtiger ist als schnelle Gaming-Reflexe. Die 250 Nits im SDR-Betrieb klingen auf dem Papier wenig, aber durch den perfekten Schwarzwert wirkt das Bild subjektiv deutlich kontrastreicher und heller als bei vielen helleren IPS-Konkurrenten.
Der eigentliche Star ist das eingebaute Kolorimeter. Es fährt motorisiert aus dem Gehäuse und kalibriert den Bildschirm automatisch, ohne dass man externe Geräte auf das Panel pappen muss. Das funktioniert mit der hauseigenen ProArt-Software, aber auch mit Calman und Light Illusion ColourSpace. Für Studios, die regelmäßig rekalibrieren müssen, ist das ein enormer Workflow-Vorteil. Die Abdeckung von 99% Adobe RGB und 80% Rec. 2020 ist in dieser Preisklasse eine Ansage, auch wenn letzteres zeigt, dass wir von voller BT.2020-Abdeckung noch ein Stück entfernt sind.
Technische Daten
Alle technischen Daten
Display
| Size | 31.5" |
| Resolution | 3840x2160 (4K UHD) |
| Panel Type | OLED |
| Aspect Ratio | 16:9 |
| Curved | No |
Performance
| Refresh Rate | 60 Hz |
| Response Time | 0.1 |
Color & HDR
| Brightness | 250 nits |
| Color Gamut | 99% DCI-P3 |
| Color Depth | 10-bit |
| HDR | DisplayHDR 400 True Black |
| HDR Support | Dolby Vision |
Connectivity
| HDMI Ports | 3 |
| DisplayPort | 1 |
| USB-C | 1 |
| Speakers | Yes |
| Headphone Jack | Yes |
Ergonomics
| Height Adjustable | Yes |
| Tilt | Yes |
| Swivel | Yes |
| Pivot | Yes |
| VESA Mount | 100x100 |
Features
| Webcam | No |
| Touchscreen | No |
| PIP/PBP | Yes |
| Power | 38 |
| Weight | 8.0 kg / 17.6 lbs |
Im Vergleich
Der offensichtlichste Konkurrent ist der Dell UltraSharp U4025QW, ein 40-Zoll-Ultrawide mit IPS-Black-Technologie. Der Dell bietet mit 5120x2160 Pixeln mehr Arbeitsfläche und eine höhere Bildwiederholrate, erreicht aber nicht den Kontrast und die Schwarzwerte des ASUS OLED. Für Schnitt und Multitasking ist der Dell die flexiblere Wahl, für die finale Farbbeurteilung hat der ASUS klar die Nase vorn. Ein weiterer Herausforderer ist der MSI MPG 272URX QD-OLED, der mit 240 Hz und Quantum-Dot-OLED eher auf Gamer zielt, aber ebenfalls eine starke Farbabdeckung bietet. Ihm fehlt jedoch das eingebaute Kolorimeter und die Werkskalibrierung mit Delta E unter 1, was ihn für farbkritische Proof-Arbeiten disqualifiziert.
Der Samsung Odyssey Neo G9 LS57CG952NNXZA ist mit seinem 57-Zoll-Mini-LED-Display ein ganz anderes Tier. Er wird heller, ist breiter und unterstützt 240 Hz, aber die Farbgenauigkeit und die Homogenität des Panels sind nicht auf dem Niveau des ASUS. Für Color Grading in einem Hollywood-Workflow ist der ProArt die präzisere Wahl, während der Samsung eher das immersive Allround-Monster für den Power-User ist, der auch mal spielt. Der LG UltraGear 32GX850A-B wiederum ist ein OLED mit 480 Hz, also ein reiner Gaming-Monitor, der in Sachen Farbtreue nicht mithalten kann.
| Spec | ASUS ProArt PA32DC 31.5" | LG UltraGear 45GX950A-B | MSI MAG 271QPX QD-OLED E2 | Samsung Odyssey G60SD | Dell UltraSharp U4025QW | Alienware AW-Series AW2725D |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Screen Size | 31.5 | 44.5 | 27 | 27 | 39.70000076293945 | 27 |
| Resolution | 3840 x 2160 | 5120 x 2160 | 2560 x 1440 | 2560 x 1440 | 5120 x 2160 | 2560 x 1440 |
| Panel Type | OLED | OLED | QD-OLED | QD-OLED | IPS | QD-OLED |
| Refresh Rate | 60 | 165 | 240 | 360 | 120 | 280 |
| Response Time Ms | 0.10000000149011612 | 0.029999999329447746 | 0.029999999329447746 | 0.029999999329447746 | 5 | 0.029999999329447746 |
| Adaptive Sync | - | FreeSync Premium Pro | FreeSync Premium Pro | FreeSync Premium Pro | Adaptive-Sync | FreeSync Premium Pro |
| Hdr | DisplayHDR 400 True Black | DisplayHDR True Black 400 | DisplayHDR True Black 400 | HDR10+ | DisplayHDR 600 | DisplayHDR 400 True Black |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Produkt | Color | Mobilität | Display | Feature | Performance | Connectivity | Nutzerresonanz |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ASUS ProArt PA32DC 31.5" | 85 | 76.9 | 97.6 | 85.9 | 94.3 | 93.4 | 35.1 |
| LG UltraGear 45GX950A-B Compare | 99.4 | 82.2 | 99.7 | 97.1 | 96.3 | 97 | 95.3 |
| MSI MAG 271QPX QD-OLED E2 Compare | 99 | 63.5 | 76.6 | 85.9 | 98 | 82.1 | 99.5 |
| Samsung Odyssey G60SD Compare | 90.9 | 45.2 | 76.6 | 72.1 | 99.6 | 87.9 | 95.3 |
| Dell UltraSharp U4025QW Compare | 97.8 | 82.2 | 95.5 | 97.1 | 56.6 | 99.3 | 95.3 |
| Alienware AW-Series AW2725D Compare | 98.4 | 84.9 | 76.6 | 72.1 | 99.3 | 95.5 | 99.9 |
Preis
Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Preisspanne für den PA32DC ist ein Thema für sich. Wir haben Angebote zwischen 2239 und 8385 Dollar gesehen, eine Differenz von über 6000 Dollar. Das ist wild und zeigt, dass man unbedingt die Händler vergleichen muss. Der günstigste Preis kommt aktuell von Newegg, und für rund 2200 Dollar ist das, was man hier an Technik bekommt, ein ziemlich guter Deal, wenn man im professionellen Farbumfeld arbeitet. Ein separates Referenzmonitor-Kolorimeter von Klein oder X-Rite kostet schnell mehrere Hundert Dollar extra, hier ist es fest verbaut und in den Workflow integriert.
Vergleicht man das mit einem Apple Pro Display XDR oder einem Sony BVM im Broadcast-Bereich, ist der ASUS fast schon ein Schnäppchen. Allerdings muss man sich über die Grenzen im Klaren sein: 60 Hz und die ABL-Dimmung sind für HDR-Mastering mit großen hellen Flächen ein Kompromiss. Wer ein reines HDR-Referenzdisplay für Dolby Vision Mastering auf höchstem Niveau sucht, wird tiefer in die Tasche greifen müssen. Für den Coloristen, der im SDR- und HDR-Bereich unterwegs ist und eine unkomplizierte, stets kalibrierte Lösung will, ist der Preis aber mehr als fair.
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Überblick
Der ASUS ProArt PA32DC ist kein Monitor fürs Gaming und auch keiner fürs Netflix-Bingen nach Feierabend. Das Ding ist ein Werkzeug, und zwar ein verdammt ernstes. Mit seinem 31,5 Zoll 4K OLED-Panel, dem eingebauten motorisierten Kolorimeter und der Abdeckung von 99% DCI-P3 zielt er direkt auf Profis in der Farbkorrektur, Videobearbeitung und Fotografie. Wer seinen Lebensunterhalt mit farbkritischer Arbeit verdient, findet hier einen Bildschirm, der die Referenz im Raum sein will.
Was ihn so besonders macht, ist die Kombination aus OLED-Technologie und dieser fast schon obsessiven Werkskalibrierung. Jeder einzelne Monitor wird mit einem Delta E unter 1 ausgeliefert, was in unserer Datenbank absolute Spitze ist. Dazu kommt der True Black HDR 400 Standard, der dank der selbstleuchtenden Pixel einen Kontrast liefert, bei dem herkömmliche IPS-Panels alt aussehen. Aber das ist kein Allrounder. Die 60 Hz Bildwiederholrate und die auf Helligkeit begrenzte ABL-Schaltung zeigen klar, dass hier alles dem akkuraten Bild untergeordnet wird.
Für den mobilen Einsatz ist er mit über 12 Kilo und einem Stromverbrauch von 38 Watt natürlich ein Totalausfall, unsere Wertung für Portabilität liegt bei mageren 14,6 von 100. Aber das ist auch nicht der Punkt. Der PA32DC will im Studio stehen, am liebsten mit der mitgelieferten Streulichtblende, und dort Tag für Tag die gleiche, verlässliche Farbe zeigen. Und genau das tut er.
Häufige Fragen
Q: Kann ich den ASUS PA32DC auch zum Spielen nutzen?
Technisch ja, aber es macht wenig Spaß. Der Monitor ist auf 60 Hz limitiert und hat keine Adaptive-Sync-Unterstützung wie G-Sync oder FreeSync. Die 0,1 ms Reaktionszeit sorgt zwar für ein schlierenfreies Bild, aber die niedrige Bildwiederholrate führt zu sichtbarem Tearing und wenig flüssigen Bewegungen. Für farbkritische Arbeit ist er top, fürs Gaming gibt es in dieser Preisklasse deutlich bessere OLEDs mit 240 Hz und mehr.
Q: Wie funktioniert die automatische Kalibrierung mit dem eingebauten Kolorimeter?
Das Kolorimeter fährt auf Knopfdruck motorisiert aus dem unteren Rahmen heraus und legt sich flach auf das Panel. In Verbindung mit der ASUS ProArt Calibration Software, Calman oder Light Illusion ColourSpace CMS misst es die Farbwiedergabe und erstellt ein neues Farbprofil. Der gesamte Vorgang läuft automatisch ab und dauert nur wenige Minuten, ohne dass man ein externes Gerät positionieren muss. Das ist besonders praktisch für Studios, die ihre Monitore regelmäßig nachkalibrieren müssen.
Q: Ist der Monitor hell genug für ein hell erleuchtetes Büro?
Das kommt auf den Anspruch an. Im SDR-Betrieb liefert der PA32DC maximal 250 Nits, was in einem normal beleuchteten Raum ausreicht, aber in einem sehr hellen Büro mit direktem Sonnenlicht an seine Grenzen stößt. Im HDR-Modus erreicht er Spitzenhelligkeiten von bis zu 500 Nits, allerdings nur auf kleinen Flächen. Der Auto Brightness Limiter dimmt zudem große helle Fenster herunter, was bei der Arbeit mit weißen Dokumenten oder Webseiten auffallen kann. Für farbkritische Arbeit in kontrollierter Umgebung ist die Helligkeit ideal, für die reine Büroarbeit gibt es besser geeignete Monitore.
Q: Welche Alternativen gibt es mit ähnlicher Farbgenauigkeit aber höherer Bildwiederholrate?
Eine direkte Alternative mit eingebautem Kolorimeter und höherer Bildwiederholrate gibt es aktuell nicht. Der Dell UltraSharp U4025QW bietet 120 Hz und eine sehr gute Farbabdeckung, setzt aber auf IPS-Black-Technologie und erreicht nicht die Schwarzwerte des ASUS. Der MSI MPG 272URX QD-OLED kommt mit 240 Hz und ebenfalls starker Farbabdeckung, hat aber kein eingebautes Kolorimeter und ist nicht auf Delta E unter 1 werkskalibriert. Wer beides will, hohe Bildwiederholrate und eingebaute Kalibrierung, muss derzeit noch Kompromisse eingehen.
Für wen es nicht geeignet ist
Gamer sollten um diesen Monitor einen großen Bogen machen. 60 Hz ohne VRR-Unterstützung sind selbst für langsame Strategiespiele eine Bremse, und für Shooter oder Racer ist das schlicht unbrauchbar. Für das gleiche Geld bekommt man einen 240 Hz QD-OLED, der in Sachen Reaktionszeit und Bildqualität ebenfalls glänzt, aber zusätzlich ein flüssiges Spielerlebnis liefert. Auch für reine Büroarbeit oder Programmierer ist der PA32DC überdimensioniert und wegen des ABL sogar eher hinderlich. Wer viel mit Text oder IDEs arbeitet, fährt mit einem hochauflösenden IPS-Ultrawide wie dem Dell U4025QW besser, der mehr Fläche bietet und keine Helligkeitssprünge macht.
Auch wer ein reines HDR-Mastering-Display für sehr helle Inhalte sucht, sollte weiterziehen. Die 500 Nits Spitzenhelligkeit und die ABL-Dimmung sind für Dolby Vision Mastering auf hohem Niveau nicht ausreichend. Hier sind professionelle Referenzmonitore von Sony oder Flanders Scientific die bessere, wenn auch deutlich teurere Wahl. Der ASUS ist ein brillanter SDR-Referenzmonitor mit guten HDR-Fähigkeiten, aber kein vollwertiger HDR-Mastering-Monitor für die oberste Liga.
Fazit
Wenn du deinen Lebensunterhalt mit Farbkorrektur, digitaler Fotografie oder Video-Postproduktion verdienst und einen Monitor suchst, der dir die ständige Frage 'Ist mein Bildschirm noch korrekt?' abnimmt, dann ist der ASUS ProArt PA32DC eine der besten Entscheidungen, die du treffen kannst. Das eingebaute Kolorimeter und die automatische Kalibrierung sind nicht nur eine Spielerei, sondern ein echter Workflow-Beschleuniger, der dafür sorgt, dass du deinem Bild vertrauen kannst. Die OLED-typischen perfekten Schwarzwerte machen die Beurteilung von Kontrasten und Schattendetails zu einem völlig anderen Erlebnis als auf einem IPS-Panel.
Für alle anderen ist dieser Monitor allerdings mit Vorsicht zu genießen. Wer auch nur gelegentlich spielt, wird mit 60 Hz nicht glücklich. Wer in einem sehr hellen Raum arbeitet, wird mit den 250 Nits im SDR-Betrieb an Grenzen stoßen. Und wer viel mit großen, weißen Flächen arbeitet, etwa in der Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation, den wird der Auto Brightness Limiter in den Wahnsinn treiben. Das ist ein Spezialist durch und durch, und als solcher ist er brillant. Als Allrounder wäre er ein teurer Fehlkauf.